
ITnT: So sieht die Zukunft aus
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| verfasst von: Oliver Weiss | 16|2|2006 | |
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| Das Angebot der Leistungsschau im Technologiepark auf der ITnT reicht von intelligenten Logistiksystemen über Virtual Reality und Visualisierung bis hin zu Online-Bezahlsystemen, ortsbezogenen Handy-Services und dem interaktiven Fernsehen der Zukunft. |
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Das Software Competence Center Hagenberg (SCCH) beschäftigt sich mit Data Warehousing, Data Mining, Softwareentwicklungstools und Qualitätsmanagement in der Softwareentwicklung. Auf der ITnT führt das SCCH ein System vor, mit dem Objekte erkannt, analysiert und verfolgt werden können. Sobald die Kamera des Vorführ-Systems ein Gesicht als solches erkennt (anhand der Geometrie zweier Augen mit dazwischen liegender Nase), erscheint das Gesicht auf dem dazugehörigen Bildschirm wahlweise mit Heiligenschein, Teufelshörnern oder einem Hut. Bewegt sich das Gesicht, folgen Heiligenschein, Teufelshörner oder Hut der Bewegung, solange der Gefilmte weiterhin in die Kamera schaut. Dreht sich der Gefilmte weg, verschwindet auch seine »Kopfbedeckung«. Laut Gerhard Leonhartsberger vom SCCH lassen sich mit dem System komplexe Zusammen hänge aufdecken. Als mögliches Einsatzgebiet sieht er zum Beispiel den Spitzensport: »Ein Fußballtrainer kann sich ein Spiel anschauen und dabei einen einzigen Spieler tracken. So sieht der Trainer wie sich dieser eine Spieler in bestimmten Situationen verhalten hat«, erklärt Leonhartsberger. Andere mögliche Einsatzgebiete sind die Medizin oder der Verkehr, wo die relevanten Objekte isoliert und über beliebig viele Bildsequenzen hinweg verfolgt werden können. INTELLIGENTE LOGISTIK RISC Software, ein Spin off der Johannes Kepler Universität, ist auf die Modellierung, Simulation und Optimierung von Logistiksystemen spezialisiert. »Intelligente Logistikkonzepte haben ein hohes Potenzial zur Leistungsverbesserung und Kostensenkung, da sie individuell auf die Prozesse eines Unternehmens zugeschnitten sind«, so RISC-Mann Robert Keber im Gespräch mit der COMPUTERWELT. Sein Unternehmen hat eine Software entwickelt, mit der zum Beispiel unbemannte Transportfahrzeuge gesteuert werden können. Die Software verteilt dabei die Aufträge, passt auf, dass es zu keinen Zusammenstößen kommt und entwirft die Fahrtrouten. Zum Einsatz kommen solche Systeme beispielsweise in Krankenhäusern zur Abfallentsorgung, in der Produktions- und Lagersteuerung oder zur Steuerung von Schneepflügen. DAS HANDY ALS INTERAKTIVER ZEIGESTAB Das Forschungszentrum Telekommunikation Wien (FTW) zeigt neue intuitive Zugänge zu mobilen Diensten. Mit Hilfe von in mobilen Geräten eingebetteten Lage- und Orientierungssensoren erkennt das Handy den Standort und die Orientierung sowie Bewegung des Benutzers und wird somit zum interaktiven Zeigestab, Joystick, oder Peilgerät für standortspezifische Information. Denkbar wäre in diesem Zusammenhang Informationen für Touristen: »Der Tourist steht vor einem Gebäude, dass er nicht kennt, zeigt mit dem Handy auf das Gebäude und aus der Kombination von Ortsbestimmung (durch GPS) und Richtungsbestimmung (über einen integrierten Magnetkompass) erkennt das Handy um welches Gebäude es sich handelt und liefert auch gleich Zusatzinformationen«, erklärt Rainer Simon vom FTW. Interessant am FTW ist auch, dass das Unternehmen im Prinzip nur Grundlagenforschung betreibt und die Ergebnisse dann an die beteiligten Unternehmen (Siemens, Mobilkom und Kapsch zum Beispiel) weitergibt. Finanziert wird das FTW zur Hälfte von der öffentlichen Hand und zur Hälfte von den beteiligten Unternehmen – der Beitrag der Unternehmen richtet sich dabei nach Größe und Umsatz. Dieses Modell macht es auch für kleine Unternehmen möglich ohne unglaublichen finanziellen Aufwand Forschung und Entwicklung zu betreiben.
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