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Yahoo sucht seinen Platz im Web


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verfasst von: Sascha Alexander*  27|2|2006

 
 
Die nächste Evolutionsstufe bei der Informationssuche im Internet heißt Social Search. Der Begriff steht für ein Konzept, das Suchfunktionen und Dienste des eigenen Portals mit dem sozialen Umfeld, dem Wissen und den Interessen der Nutzer verschmelzen möchte. Die Relevanz von Inhalten wird dabei nicht mehr allein von Suchalgorithmen und der Verlinkung einer Website bestimmt, sondern durch die Vorlieben und Interessen des Einzelnen.

 

© Yahoo

Die nächste Evolutionsstufe bei der Informationssuche im Internet heißt Social Search. Dies zumindest propagiert seit einigen Monaten Yahoo. Der Begriff steht für ein Konzept, das Suchfunktionen und Dienste des eigenen Portals mit dem sozialen Umfeld, dem Wissen und den Interessen der Nutzer verschmelzen möchte. Die Relevanz von Inhalten wird dabei nicht mehr allein von Suchalgorithmen und der Verlinkung einer Website bestimmt, sondern durch die Vorlieben und Interessen des Einzelnen. "Bookmarks, Bewertungen der Sites, Kommentare, Blog-Einträge oder Tags sind seine Instrumente", erklärte Bradley Horowitz, Director Media und Desktop Search bei Yahoo.

Eine Suchanfrage würde nicht mehr nur das Web, sondern auch das in den Yahoo-Diensten befindliche Wissen des Freundes- und Bekanntenkreises des Benutzers durchsuchen, die sich aber zuvor auf der Site anmelden müssen. Dieser auch unter dem Namen Trusted Web beworbene Ansatz will somit wie im wirklichen Leben Ergebnisse auf Basis des Wissens von Vertrauten anbieten.

Mit der Umsetzung von Social Search hat Yahoo laut Horowitz bereits begonnen. Hierzu wurde in den letzten zwei Jahren zunächst eine moderne Suchmaschine aufgebaut, die auf Technik zugekaufter Firmen wie Altavista, Overture und Inktomi basiert. Im letzten Jahr präsentierte das Unternehmen ferner mit My Web 1.0 eine personalisierte Suche. Deren nächste Generation, My Web 2.0, befindet sich im Betatest-Stadium und soll dem Social-Search-Konzept stärker Rechnung tragen. So wird sie neben der bereits gebotenen Search History beispielsweise auch die Technik MyRank in andere Yahoo-Dienste integrieren. Mit ihr entscheiden Yahoo-Nutzer selbst, welche Seiten sie speichern, taggen oder anderen zur Verfügung stellen wollen.

Flickr und Deli.cio.us helfen aus
Parallel dazu erwirbt das Unternehmen seit Monaten innovative Community-Sites, zu denen populäre Auftritte wie Flikr, Delicious oder Upcoming.org gehörten (siehe Absatz "Übernahmemarathon" am Ende des Artikels). Während Marktbeobachter hinter diesen Aufkäufen eine klare Strategie vermissen, sind sie laut Horowitz Ausdruck der Social-Search-Vision. Motive für die Zukäufe sind dabei entweder die verwendete Technik und das Know-how jener Site-Betreiber oder auch die Hoffnung auf neue Benutzerkreise. Zudem arbeitet Yahoo an Diensten wie Instant Search, der bei der Sucheingabe bereits Ergebnisse vorschlägt, Podcast, der nach entsprechenden Sendungen suchen hilft, oder Yahoo Answers. Mit letzteren beispielsweise können Nutzer ausformulierte Fragen an andere Yahoo-Anwendern stellen, die diese ihrerseits anhand eines Punktesystems bewerten können. Dies soll einen Hinweis auf die Glaubwürdigkeit der Antworten geben.


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