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SAP-Anwender verschwenden Geld


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verfasst von: Oliver Weiss  28|3|2006

 
 
Laut einer aktuellen Untersuchung der Beratungshäuser Experton Group und West Trax pflegen viele SAP-Nutzer pflegen kostspielige Eigenentwicklungen in ERP-Systemen, die nur selten genutzt aber trotzdem gewartet werden. Zudem ist es bei Updates sehr mühsam diese Eigenentwicklungen nachzurüsten.

 

© Unisys

Die Beratungshäuser Experton Group und West Trax behaupten, viele SAP-Nutzer pflegen kostspielige Eigenentwicklungen in ERP-Systemen, die nur selten genutzt werden. Eigenen Angaben zufolge haben die Consultants 93 SAP-Systeme von 69 Unternehmen in Deutschland unter die Lupe genommen. Hierzu nutzten sie das Werkzeug "KPI Scan" (KPI = Key Performance Indicator) von West Trax, mit dem sich Kennzahlen zur Wertschöpfung von SAP-Lösungen messen lassen. Die Ergebnisse sollen dem Management dabei helfen, Software effizienter einzusetzen.

„Da sich Eigenentwicklungen sehr zeit- und kostenintensiv für ein Unternehmen auswirken, sollten sie nur dann eingesetzt werden, wenn es der Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens dient und kein vergleichbarer Standard verfügbar ist“, gibt Diana Bohr, Chief Technology Officer bei West Trax Deutschland, zu bedenken. Die Studie zeige eindeutig, dass Eigenentwicklungen in den analysierten Unternehmen nur zu etwa einem Viertel intensiv genutzt wurden. Mehr als ein Drittel der vorhandenen Programme wurden nicht ein einziges Mal aufgerufen, aber dennoch gewartet. Mangelnde Systemtransparenz verhindert, dass Unternehmen die Lücke zwischen implementierter und genutzter Funktionalität erkennen. Firmen hätten kaum die Möglichkeit, selbst festzustellen, wie häufig Eigenentwicklungen auch tatsächlich Verwendung finden. Wie es der Zufall es will, ist genau dies mit dem Kennzahlensystem von West Trax möglich.

Die 93 Unternehmen zählten zum Teil zu den Bestandskunden von West Trax, andere wurden für diese Studie direkt angesprochen. Der Löwenanteil der Firmen verwendet R/3 4.6C. Um eine möglichst gute Vergleichbarkeit zu erreichen, wurden gängige Module wie FI, CO, SD und MM begutachtet. Die Anzahl an gleichzeitigen Nutzern im SAP-System variierte bei den 93 Firmen von 350 bis 6.000.

Nach Überzeugung der Berater geben Firmen in Deutschland, die SAP-Lösungen für mehr als 500 Nutzer betreiben, pro Jahr Millionen von Euros für Funktionen aus, die kaum jemand verwendet. Für Betriebe mit weniger als 500 Usern böten sich Einsparpotenziale von rund 500 000 Euro. Viele Firmen haben Eigenentwicklungen im Einsatz. Solche Programme oder Transaktionen müssen bei Release-Wechseln manuell nachgeführt und getestet werden, was natürlich Geld kostet. Unnötig sind diese Ausgaben dann, wenn die selbst geschriebenen Systemerweiterungen kaum genutzt werden. Zum Teil belassen SAP-Anwender Eigenentwicklungen im System, obwohl es bereits vergleichbare Standardfunktionen vom Hersteller gibt, die bei Software-Updates weit weniger Arbeit machen. (cowo/oli)






 




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