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Zahl der Spam-Mails dramatisch angestiegen


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verfasst von: Roland Kissling  17|8|2006

 
 
In den letzten drei Monaten ist es zu einem dramatischen Anstieg unerwünschter Werbemails gekommen. Derzeit beträgt die tägliche Spamlawine 52 Mrd. Mails weltweit.

 

© Archiv

In den letzten drei Monaten ist es zu einem dramatischen Anstieg unerwünschter Werbemails gekommen, berichtet der IT-Security Spezialist Ironport. Derzeit beträgt die tägliche Spamlawine 52 Mrd. Mails weltweit – im April waren es „nur“ 36 Mrd. pro Tag. Die Daten basieren auf der Auswertung von rund einem Drittel des weltweiten E-Mail-Verkehrs.

Die Spam-Versender sind längst keine Einzeltäter mehr, sondern organisierte Banden. Diese versenden ihren Werbemüll über Südostasien (vor allem China), aber auch aus den USA und Osteuropa. Laut einer Sophos-Untersuchung sind heuer im zweiten Quartal 23,2 Prozent der Spams aus den USA verschickt worden, aus China 20 Prozent. Deutschland weist einen Anteil von lediglich 2,5 Prozent auf.

Die Spammer nutzen dazu mehrere gekaperte Rechner (Bot- Netze) und ändern laufend die Absenderadressen, was die Rückverfolgung erschwert. Immer beliebter werden laut Sophos auch die so genannten „Pump-and-Dump“-Kampagnen: Dabei werden via Mail Falschinformationen über Firmen verbreitet, um deren Aktienkurs künstlich in die Höhe zu treiben.

NEUER TRICK: WERBUNG PER FOTO
Laut Reiner Baumann, bei Ironport zuständig für Zentral- und Osteuropa, haben sich Spammer einen neuen Trick einfallen lassen: Werbung per Foto. Der Text des Spammails wird einfach als Foto getarnt und schlüpft so durch die Antispam-Engines. Ihr Anteil am gesamten Spamaufkommen stieg innerhalb eines Jahres von 5,3 auf 19,8 Prozent. Laut anderen Daten von Sophos betrug ihr Anteil im Juni 2006 sogar 35,9 Prozent.






 




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