
Aufreibende Geschäftsreisen
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| verfasst von: Edmund E. Lindau | 6|12|2006 | |
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| Eine Reisedauer von sieben Stunden von der City of London in die Wiener Innenstadt wäre vor wenigen Jahren noch undenkbar gewesen. Doch Luftraumüberlastung, die aufwendigen Sicherheitskontrollen sowie die einstündige Zeitverschiebung beginnen die Ausnahme langsam zur Regel zu machen. |
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Geschäftsreisen sind bestens dafür geeignet, einen persönlichen Kontakt zwischen Geschäftspartnern und Kollegen herzustellen und so die Basis für ein produktives Miteinander zu schaffen. Aber: Solche Reisen sind teuer, kosten Zeit und sind nicht selten auch sehr Kräfte zehrend – vor allem dann, wenn einen die Reise auf einen anderen Kontinent führt. Eine Studie des unabhängigen Marktforschungsinstituts Ipsos MORI, die im Auftrag von Tandberg durchgeführt wurde, offenbart, dass bei weitem nicht jede Geschäftsreise tatsächlich notwendig ist. Die Leidtragenden sind die Finanzen des Unternehmens, die Produktivität der Mitarbeiter und last, but not least auch die Umwelt. Im Rahmen der Umfrage wurden über 1.400 Geschäftsreisende aus sieben europäischen Ländern befragt, aus Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Spanien, Schweden, Holland und Italien. Mehr als die Hälfte der Befragten (55 Prozent) gab an, dass ein Teil ihrer Geschäftsreisen unnötig seien. Unter den Geschäftsreisenden fanden sich nur 28 Prozent, die sagten, dass alle ihre Reisen im Auftrag ihres Unternehmens Sinn machen würden. Zwölf Prozent gaben sogar zu, dass das Reisen ihre Produktivität schmälert. Für positiv hingegen befanden 69 Prozent der europäischen Geschäftsreisenden, dass sie Einblick in fremde Kulturen erhalten und knapp sechs von zehn Befragten (58 Prozent) schätzen den persönlichen Kontakt mit Geschäftspartnern beziehungsweise Kollegen. Unternehmen beginnen, Alternativen zu Geschäftsreisen zu nutzen. Vodafone hat an 50 Standorten weltweit Tandberg-Videokonferenzsysteme installiert, mit denen Gesprächspartner sich auch dann von Angesicht zu Angesicht unterhalten können, wenn Tausende von Kilometern zwischen ihnen liegen. Der Mobilfunkkonzern geht davon aus, dass innerhalb von drei Jahren die globalen Reisekosten des Unternehmens um 30 Prozent zurückgehen. Die Investition in Videokonferenzsysteme amortisieren sich nach nur einem Jahr. »Mit den Videokonferenzsystemen hat sich die Lebensqualität unserer Mitarbeiter erhöht«, so Armin Hessler, Chef des Infrastructure Management bei Vodafone. Ratsam sind Meetings via Videokonferenzen allemal. Die mittlerweile ausgereiften Technologien ermöglichen Mitarbeitern, sich mit Kollegen oder Geschäftspartnern von Angesicht zu Angesicht zu unterhalten, ohne dass teure Flugtickets gekauft werden müssen und kostbare Arbeitszeit für die Anreise verschwendet wird. |
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