
Semantische Vernetzung gegen Spam
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| verfasst von: Roland Kissling | 6|12|2006 | |
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| In Online-Communities wie MySpace oder Kommunikations-Plattformen wie Yahoo tauschen sich derzeit Millionen von Usern untereinander aus. Ein universitäres Projekt will diese Daten jetzt semantisch vernetzen – unter anderem um das Spamproblem in den Griff zu bekommen. |
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In Online-Communities wie MySpace oder Kommunikations-Plattformen wie Yahoo tauschen sich derzeit Millionen von Usern untereinander aus. Ein universitäres Projekt will diese Daten jetzt semantisch vernetzen, berichtet die ORF Futurezone – unter anderem um das Spamproblem in den Griff zu bekommen. Im Rahmen Das Semantically Interlinked Online Communities Project (SIOC) versuchen Mitglieder des Digital Enterprise Research Institute an der National University of Ireland schon seit zwei Jahren, Daten aus verschiedenen Online-Communities miteinander zu vernetzen. "SIOC soll es möglich machen, dass beispielsweise auf verschiedene Blogs, Foren und Mailing-Listen verteilte Informationen gezielt abgefragt werden können", so Stefan Decker, Leiter des Digital Enterprise Research Institute auf der Konferenz Semantics 2006 im Wiener Tech Gate. META-SPRACHE SOLL DATEN VERNETZEN Kern des Projektes ist eine gemeinsame Meta-Sprache, welche die Informationen untereinander lesbar macht. Diese Daten könnten dann auch zur Klassifikation von E-Mails und als Spam-Filter eingesetzt werden. Laut Decker kann das System aufgrund der vorhandenen Kontakte und Bewertungen querchecken, welche Mails wichtig sind – und welche von unbekannten und damit potentiell Spam-verdächtigen Absendern kommen. Weitere Anwendungsszenarien sind auch Marktforschungs- und Trendanalysen. Bislang wurden für das System Schnittstellen für Wordpress, b2evolution, phpBB und das CMS Drupal geschaffen – weitere sollen folgen. Für den Firefox ist zudem bereits ein Add-on verfügbar, das SIOC-Daten automatisch erkennen kann. Dennoch ist der SIOC-Standard derzeit kaum verbreitet – die Initiatoren hoffen darauf, dass immer mehr Anbieter das System aufgreifen und selbiges sich in den nächsten ein bis zwei Jahren durchsetzen wird. |
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