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Wer suchet, der findet - bei jeder Suchmaschine etwas anderes


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verfasst von: Oliver Weiss  19|6|2007

 
 
Bei einer Untersuchung der Suchmaschinen Google, Yahoo, Ask und Windows Live wurden in nur 3,6 Prozent alle Testfälle in allen vier Suchmaschinen die gleichen Top-Suchergebnisse angezeigt.

 

© Archiv

Anders als vielleicht landläufig vermutet, ist es nicht egal, über welche Suchmaschine der Surfer seine Informationen abfragt. Vielmehr nehmen die technischen Unterschiede zu. Diesen Schluss legt eine gemeinsame Untersuchung der Meta-Suchmaschine Dogpile.com, der Queensland University of Technology und der Pennsylvania State University nahe. Die Tester werteten insgesamt 19.332 Abfragen mit den Suchmaschinen Google, Yahoo, Ask und Windows Live aus. Dabei wurden in lediglich 3,6 Prozent alle Fälle in allen vier Suchmaschinen die gleichen Top-Suchergebnisse angezeigt. Selbst ohne Berücksichtigung der Reihefolge stammten dabei die ersten drei Resultate nicht überein. In weniger als einem Prozent aller Abfragen stand auf Platz eins in allen vier Suchmaschinen dasselbe Ergebnis.

Laut der Tester fallen die Zahlen wesentlich unterschiedlicher aus als noch vor zwei Jahren. Damals hatte eine vergleichbare Untersuchung ergeben, dass immerhin sieben Prozent aller Top-Ergebnisse bei den getesteten Suchmaschinen übereinstimmten. "Die aktuellen Ergebnisse zeigen, dass kein Suchmaschinenbetreiber von sich behaupten kann, nur er allein könne die absolut besten Ergebnisse liefern", heißt es im Resümee. Dies belegt auch eine umfangreiche Untersuchung der CW-Schwesterpublikation "PC World" zu diesem Thema. Danach schnitt Google im Vergleich am besten ab, da der Dienst durchschnittlich die genauesten und erschöpfendsten Ergebnisse bei der Suche nach Texten, Videos, Bildern, Nachrichten und Blogs lieferte. Nur bei Textsuche konnten die zu Yahoo gehörenden Dienste AlltheWeb and AltaVista Google übertrumpfen.

Beim Vergleich der Suchmaschinen sollte man aber auch bedenken, dass jede Suche bei den populären Suchmaschinen wie Google oder Yahoo in erster Linie nicht die gewünschten Such-Ergebnisse liefert, da die ersten Ergebnis-Seiten gespickt sind von so genannten Affiliate-Angeboten. Diese dienen einzig dem Zweck des Geldverdienens über bezahlte Links zu Online-Shops. Dies geht soweit, dass nicht einmal die offiziellen Herstellerseiten unter den vorderen Treffern landen. Insofern hängt die Tatsache, dass nur 3,6 Prozent aller Suchanfragen bei allen Suchmaschinen zu ähnlichen Ergebnissen kommen, auch mit den unterschiedlichen Werbekunden zusammen. (idg/oli)






 




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