
Mehr Umsatz, weniger Gewinn
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| verfasst von: Christof Baumgartner | 22|8|2007 | |
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| Die Telekom Austria konnte dank der Auslandstöchter ihre Zahlen leicht verbessern. |
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Die Telekom Austria (TA) konnte im zweiten Quartal 2007 ihre Zahlen wieder leicht verbessern und steigerte die Umsatzerlöse um 1,1 Prozent auf 2,35 Millionen Euro. Höhere Erlöse aus den internationalen Beteiligungen konnten den schwächeren Heimmarkt ausgleichen. Das EBITDA ging um 4,3 Prozent auf 939,6 Millionen Euro zurück. Verantwortlich dafür waren laut Generaldirektor Boris Nemsic die Anlaufkosten für den Betrieb in Serbien und in der Republik Mazedonien "Die starken Beiträge aus den internationalen Gesellschaften und die Konsolidierung von Etel konnten die Entwicklung auf dem österreichischen Markt kompensieren", so Nemsic. Der Nettogewinn schrumpfte um 2,5 Prozent. Grund für den Gewinnrückgang waren laut Nemsic vor allem Aufbaukosten für neue Mobilfunknetze in Serbien und Mazedonien. Die serbische Tochter VIP mobil hatte im Juli als fünfte Auslandstochter der Mobilkom Austria nach Slowenien, Kroatien, Bulgarien und Liechtenstein ihren Betrieb aufgenommen. Geringere Abschreibungen im Festnetz in Österreich haben nur einen Teil der Mehraufwände wettgemacht. Da die TA eigene Aktien zurückgekauft hat, bleibt pro Aktie trotzdem mehr Gewinn: Nach sechs Monaten haben sich die Gewinne je Aktie um 3,3 Prozent vom 0,60 auf 0,62 Euro erhöht. Auch der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist im Halbjahr gestiegen - um 9,6 Prozent auf 796,3 Millionen Euro. Den Gewinnausblick für das Gesamtjahr hat das Unternehmen wegen der neuen EU-Roaming-Regelung im Juli leicht nach unten revidiert. Demnach geht die TA jetzt davon aus, dass das EBITDA nicht wie ursprünglich erwartet um 70, sondern um 90 Millionen Euro zurückgehen wird. Die Umsätze sollen dabei aber stabil bleiben. EXPANSION Zum Thema Expansion meinte Nemsic, dass neue Übernahmeziele vorerst nicht in Sicht seien. Das Unternehmen sei aber weiterhin dafür offen: "Wenn sich was ergibt, sind wir flexibel. Noch im Laufen sind die Gespräche über einen Einstieg in Bosnien-Herzegowina. Auf Fortschritte hofft die Telekom nach der Parlamentspause im Herbst. In Serbien, wo die Mobilkom mit der Tochter VIP mobil im Juli gestartet ist, hat das Unternehmen bereits über 100.000 Kunden. DIE REGULIERUNG IST EIN WAHNSINN! Heftig attackierte Nemsic die Telekom-Regulierung in Österreich und der EU. "Die Regulierung ist ein Wahnsinn", so Nemsic. Sie sei schuld an den Gewinnrückgängen im Mobilfunk. Besondere Kritik übte er an der Telekom-Kontroll-Kommission. Die Preisvorgaben an die TA seien die strengsten in Europa. Der Regulator gehe davon aus, dass diese 40 Prozent effizienter arbeiten könne als der Rest Europas. Entsprechende Modelle seien jedoch schlichtweg falsch, so Nemsic. (pi) |
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