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Open Source im Büro


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verfasst von: Rudolf Felser  19|12|2007

 
 
Quelloffene Software habe nicht nur Vorteile für Programmierer, so Verena Ruff von der Wiener Triosolutions. Es gehe um mehr als den Quellcode.

 

© SAP

Open Source steht als Begriff für offenen Quellcode, den Wegfall von Lizenzgebühren und angepassten IT-Lösungen. "Viele nehmen den Begriff Open Source allerdings zu eng und kommen zum Schluss, dass es nur für Programmierer von Interesse ist", sagt Verena Ruff von der Wiener Triosolutions. In der täglichen Praxis heiße Open Source mehr, als den Quellcode ansehen zu können: "Rund um Open Source haben sich zahlreiche Bestrebungen für mehr Freiheit und Offenheit in der IT entwickelt – zum Beispiel Open Standards."

Bei Open Standards geht es darum, dass die Formate, in denen Daten zwischen zwei Systemen ausgetauscht werden, von einer anerkannten Institution standardisiert und für alle Interessierten frei zugänglich gemacht werden. Das umfasst sowohl die Protokolle in Netzwerken, als auch Dokumentenformate klassischer Anwendungsprogramme. "Solchen Standardisierungen verdanken wird, dass heute über die unterschiedlichen Programme wie Mozilla Thunderbird, Outlook oder diverse webbasierte Tools E-Mails erstellt werden können, die sich von jedem anderen dieser Programme ohne Konvertierung anzeigen lassen", erläutert Ruff.

EINHEITLICHE STANDARDS FÜR OFFICE-DOKUMENTE
Die Entwicklung geht jetzt einen Schritt weiter: Mit OpenDocument wird ein einheitlicher Standard für Office Dokumente wie Textverarbeitung und Tabellenkalkulation anvisiert. "Damit kann Freiheit in der Wahl des verwendeten Office-Programms erreicht werden. Unterschiedliche Hersteller können aus ihren Produkten heraus unter jedem Betriebssystem Office Dokumente erstellen, ohne dass es einer Lizenzierung oder den Einkauf eines Entwicklungsprodukts bei der Herstellerfirma bedarf", so Ruff.

Das öffne vor allem auch kleineren Unternehmen die Möglichkeit, neue innovative Lösungen anzubieten, sagt Herbert Hofmann, Sprecher der Open Source Experts Group des Fachverbandes Unternehmensberatung und IT (UBIT). "Gerade im Office-Bereich kommen die Vorteile von Open Source besonders zu tragen", so Hofmann. "Offene Software hilft Kosten sparen, da Lizenzgebühren entfallen und die Nutzungsdauer nicht beschränkt ist. Darüber hinaus sind Open Source-Systeme wie Linux deutlich sicherer als Windows-Lösungen – und so weniger anfällig für Virus-Attacken", erklärt er.

Allerdings gilt es noch Überzeugungsarbeit zu leisten, wie es scheint: Laut einer Studie von Forrester Research zu Unternehmenssoftware wird beim Einsatz von Open-Source-Anwendungen für den Enterprise-Bereich noch gezögert. Besonders Support- und Gewährleistung sowie Sicherheitsbedenken würden den IT-Entscheidern Kopzerbrechen machen. Auch wenn Linux als Serverbetriebssystem längst den Durchbruch geschafft habe. Die IT-Manager seien gefragt, ihre Ressentiments abzulegen und nicht-proprietäre Lösungen stärker ins Auge zu fassen. (pi/rnf)






 




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