
Den Weg zur konvergenten Landschaft ebnen
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| verfasst von: Thomas Mach | 23|1|2008 | |
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| VoIP ist längst nicht so verbreitet, wie gedacht. Einer Studie zufolge setzen erst rund 20 Prozent der Unternehmen auf IP-Kommunikation. |
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Voice over IP, Unified Communications, WLAN-Telefone – in Sachen Kommunikation steht in Unternehmen mittlerweile kein Stein mehr auf dem anderen. So die verbreitete Mär. Realität ist viel mehr, dass die vielgepriesenen Vorzüge von VoIP und UC noch in den wenigsten Unternehmen Einzug gehalten haben. So haben, laut einer Analyse des Marktforschungshauses Gartner, erst 20 Prozent der Unternehmen weltweit den Übergang zur IP-Telefonie gewagt, während die meisten der anderen den Wechsel in den nächsten drei Jahren planen. »Wer nicht mitmacht, stellt sein Unternehmen ins technologische Abseits«, warnen die Auguren von Gartner. Diese Unternehmen müssten mit Folgekosten für die Wartung ihrer technisch überholten Telefonanlagen rechnen. »Mittlerweile hat sich die VoIP-Sprachqualität der von ISDN angenähert und ist auch im Unternehmensbereich akzeptabel«, erklärt Burkhard Zohlnhöfer, Telekommunikationsexperte bei Steria-Mummert. Weil die Verbindungen inzwischen relativ stabil und das Sprachniveau akzeptabel seien, »gibt es wenige Gründe, auf die Einsparungen zu verzichten, die durch das Zusammenführen von TK- und IT-Netz möglich sind«. Mehr als die Hälfte aller geplanten Investitionen würden laut dem Experten in den Ausbau von Sprachdatenlösungen gesteckt. Das sieht auch Ralf Scherm, Infrastructure Architect bei Avanade, ähnlich: »Die Vereinheitlichung und Optimierung der internen und externen Kommunikation kostet viel Arbeit. Trotzdem ist sie ideal für die zunehmende Anzahl mobiler Mitarbeiter, um jederzeit und überall voll in die Unternehmenskommunikation integriert zu sein.« GESTEIGERTER MEHRWERT Doch die Gründe, warum Unternehmen bislang noch nicht auf VoIP gesetzt haben, sind vielfältig. Aber besonders das immer wieder vorgebrachte Argument, die Sicherheit sei bei VoIP nicht gegeben, erhält durch eine Studie von NetIQ neuen Wind. Das Unternehmen befragte 66 IT-Manager, die VoIP bereits eingeführt haben oder dies zumindest planen. Dabei schätzten mehr als die Hälfte (59 Prozent) von ihnen die Gefahr, dass Viren oder Würmer über VoIP in das Unternehmensnetz eindringen könnten, als »gering« oder sogar »sehr gering« ein. Eine mögliche Bedrohung durch Spam over IP und SIP-Attacken hatten nur zwölf beziehungsweise 18 Prozent der Befragten auf dem Schirm. Lediglich 24 Prozent der IT-Manager waren sich bewusst über Gefahren durch DoS-Attacken oder Eindringlinge, die über das VoIP-Netz günstig telefonieren wollen. »Zahlreiche Unternehmen beschäftigen sich mit der Umstellung auf Voice over IP«, erklärt Martin Rouff, Leader Enterprise Engineering Central Region bei Nortel. »Hauptgrund ist häufig die erhoffte Kostensenkung. Das Preisargument alleine sticht aber angesichts der immer billigeren Verbindungsminuten und Flatrates nicht mehr. Dennoch ist die Einführung von VoIP sinnvoll, denn sie ebnet den Weg zu innovativen UC-Anwendungen.« Der Mehrwert von VoIP und Unified Communications liege für Unternehmen Rouff zufolge vor allem darin, ihre Mitarbeiter flexibler einsetzen zu können, wenn sie an jedem Ort, zu jeder Zeit und von unterschiedlichen Endgeräten aus mit Kollegen und Geschäftspartnern kommunizieren können. »Dieser Trend wird durch eine neue Generation von Mitarbeitern verstärkt, die mit Computer, Handy und Internet aufgewachsen ist. Ihre Sozialisation wirkt sich auch auf ihre Arbeitskultur aus: Sie arbeiten weniger zeitorientiert, dafür zielgerichteter und haben eine ausgeprägte Teamorientierung.« |
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