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EU setzt auf DVB-H


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verfasst von: Christof Baumgartner  26|3|2008

 
 
Die EU hat mit DVB-H nun einen einheitlichen Standard für Handy-Fernsehen festgelegt.

 
Mit der Entscheidung der EU-Kommission wird der »Standardkrieg« nun beendet, so ein  Sprecher der Kommission. Die EU wies letzte Woche alle Mitgliedsländer an, DVB-H (Digital Video Broadcasting for Handhelds) anderen Technologien vorzuziehen. Diese Entscheidung sei notwendig, um das Handy-Fernsehen voranzubringen, erklärte die Kommission in Brüssel. Die Regierungen der Mitgliedsstaaten sind nun verpflichtet, DVB-H zu promoten und konkurrierende Techniken wie MediaFLO von Qualcomm, DMB und andere von südkoreanischen und chinesischen Anbietern entwickelte Standards nicht zu berücksichtigen. Geht es nach der Kommission, soll der Beschluss den Aufbau von Mobil-TV in ganz Europa vorantreiben. Bis 2011 könnte das Mobilfernsehen weltweit rund 500 Millionen Zuschauer und ein Marktvolumen von 20 Milliarden Euro erreichen.

»Das Mobilfernsehen wird sich erst dann in Europa richtig etablieren, wenn die Frage der Technik geklärt ist«, sagte auch die zuständige EU-Kommissarin Viviane Reding. Der nächste Schritt umfasse Vorgaben für Genehmigungssysteme und die Förderung von Rechtemanagementsystemen, die wie DVB-H auf offenen Standards beruhen sollen. Fernsehen auf dem Mobiltelefon steckt in Europa noch in den Kinderschuhen. Kommerzielle Angebote gibt es bis dato einzig in Italien, als nächste wollen Finnland, Österreich, Frankreich, die Schweiz sowie Spanien nachziehen. Für eine weitere Verbreitung der Technik ist dieses Jahr mit den beiden Sportgroßereignissen Fußball-Europameisterschaft und Olympische Sommerspiele aus Sicht der EU besonders bedeutsam.

In Österreich hat kürzlich das Konsortium rund um Media Broadcast, One und Hutchison seine Pläne für den Start von Handy-TV präsentiert. DVB-H wurde von Nokia mitentwickelt und propagiert. Auf Transportstromebene ist es kompatibel zum digitalen terrestrischen Antennenfernsehen DVB-T. Außerdem unterstützen Motorola, Philips, Safran/Sagem, Sony, Ericsson und Samsung sowie die Netzbetreiber Vodafone, Telefonica/O2 und T-Mobile den Standard.






 




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