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IBM baut grünes Rechenzentrum für Kika/Leiner


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verfasst von: Oliver Weiss  1|4|2008

 
 
IBM hat für die Kika/Leiner Gruppe in St. Pölten ein neues Data Center errichtet, dessen Bauweise den Stromverbrauch um bis zu 40 Prozent senkt.

 

© Archiv

Im Mai nimmt Österreichs erstes grünes Rechenzentrum nach neuen weltweiten Green IT-Richtlinien von IBM den Betrieb auf: IBM hat für die Kika/Leiner Gruppe in St. Pölten das neue Data Center errichtet, dessen Bauweise den Stromverbrauch um bis zu 40 Prozent senkt. Gekostet hat das neue Rechenzentrum knapp 850.000 Euro - das Einsparungspotential bei den Energiekosten liegt bei knapp 20.000 Euro pro Jahr.

IBM begann mit einer Risikoanalyse, entwickelte das Rechenzentrumskonzept, entwarf die Baupläne und errichtete als Generalunternehmer die gesamte Infrastruktur, von der Elektrik samt Notstromversorgung bis zur Klimatisierung. IBM wird kika/Leiner auch bei der Übersiedlung von Geräten an den neuen Standort unterstützen und für einen Großteil der IT den Betrieb übernehmen.

Der Bau ist ein frei stehender Kubus mit ca. 100 Quadratmetern IT-Stellfläche, der alle Sicherheitsanforderungen eines Rechenzentrums auf neuestem Stand der Technik erfüllt. Er ist verschlossen und fensterlos, mit automatischer Löschanlage versehen und gegen Wassereinbruch geschützt. Das Rechenzentrum enthält keine Arbeitsplätze und wird im Normalfall nicht betreten.

Was macht ein grünes Rechenzentrum aus? Im Fall von kika/Leiner sind es Komponenten wie eine Klimaanlage mit Free-Cooling. Das bedeutet: In der kalten Jahreszeit erfolgt die Kälteerzeugung über die kalte Außenluft. Nur an warmen Tagen werden die Kältemaschinen automatisch zugeschaltet.

Wesentlichen Anteil an der Lösung hat ein separater Bereich für „High Density Computing – ein Kubus im Kubus, der für die Trennung von IT-Geräten mit hoher oder niedriger Wärmeentwicklung sorgt und dadurch die Berechnung, Kapazität und Effizienz der Kühlung optimiert. In diesem Bereich stehen Racks mit neuester IBM Blade-Center-Technologie. Die heiße Abluft der IT-Geräte kann aus diesem Kubus nicht entweichen und wird durch in den Rack-Verbund integrierte, wasser¬gekühlte Klimaanlagen wieder auf Raumtemperatur gebracht und in den Raum zurückgeleitet. Das verhindert Wärmestaus und optimiert die Effizienz der Kühlung. Der High-Density-Bereich nimmt ein Drittel der IT-Stellfläche ein und kann bei Bedarf erweitert werden. Ein weiteres Drittel ist Stellfläche für konventionelles Computing (Server mit geringerer Wärmeentwicklung). Das letzte Drittel bleibt vorläufig leer und dient künftigen Erweiterungen.

Kika/Leiner hat die IT für sämtliche Standorte in allen Ländern zentral in St. Pölten konzentriert. Sie umfasst die Warenwirtschaft, die Erstellung der elektronischen Kataloge, den E-Mail-Verkehr, die Zeiterfassung, das Data Warehouse und mehr. Die einzelnen Möbelhäuser und Niederlassungen in den osteuropäischen Ländern und im Mittleren Osten sind per Terminal-Server mit dem Rechenzentrum verbunden. Vor Ort wird mit Thin Clients gearbeitet. Das macht es möglich, neue Standorte sehr rasch zu eröffnen und mit IT zu versorgen: einfach ans Netz anschließen, fertig – ein Instant-Modell für eine rasche Expansion. Das neue Rechenzentrum trägt zur erhöhten Sicherheit der IT bei, nicht zuletzt auch, da sich das alte und das neue Rechenzentrum gegenseitig als Backup absichern.

„Kika/Leiner verbindet Ökologie und Ökonomie in idealer Weise“, verdeutlicht Leo Steiner, General Manager, IBM Österreich. „Der Mehraufwand für die grüne Technologie rechnet sich schon in wenigen Monaten, der Nutzen für die Umwelt rechnet sich vom ersten Tag.“ Im gespräch mit der Computerwelt beziffert er den anfänglichen Mehraufwand an Investitionskosten für ein grünes Rechenzentrum mit zehn bis 20 Prozent. Steiner verweist in diesem Zusammenhang auf eine IDC-Studie laut der österreichische CIOs bereit wären für grüne Technologie bis zu 10 Prozent mehr zu bezahlen.






 




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