COMPUTERWELT · TOP1001 · IT-Heads · IT-Stellen · IT-Termine · CW.tv · Seitenclicke · E-Paper



Gastkommentar: Vom PC-Freak zum Computerfachberater


Textgröße:
verfasst von: Aleksandra Izdebska*  23|6|2008

 
 
Bei DiTech werden Kunden individuell bedient. Dazu bedarf es Mitarbeiter, die sowohl technisch versiert sind als auch gut mit Menschen umgehen können.

 

© DiTech/Preiss

Das Thema IT-Fachkräftmangel ist in der Computerbranche in aller Munde. Wie gelingt es DiTech in diesem Umfeld, seinen Mitarbeiterstand laufend um qualifzierte Fachberater zu erweitern?

Faktum ist, dass wir innerhalb von neun Jahren vom kleinen Betrieb, den mein Mann Damian und ich 1999 gegründet haben, bis heute zum größten Computerfachmarkt Österreichs mit fünf Standorten und einem Zentrallager mit eigener Produktionsstätte herangewachsen sind. Allein vom Vorjahr auf heuer haben wir die Zahl der Mitarbeiter von rund 80 auf derzeit über 150 fast verdoppelt. Eine der entscheidenden Erfolgsfaktoren liegt dabei in der hohen Beratungskompetenz. Denn wir sind kein PC-Selbstbedienungsladen, jeder Kunde wird individuell bedient und dazu bedarf es Menschen, die sowohl technisch versiert sind als auch gut mit den Kunden umgehen können.

Die Kombination aus beidem ist allerdings keine Selbstverständlichkeit. So haben sich in den letzten Jahren bei uns Tausende Verkäufer und Techniker beworben. Doch es ist gar nicht so einfach, Mitarbeiter zu finden, die über ein brillantes technisches Wissen verfügen und gleichzeitig gut beraten können. Da gibt es zum einen die "Freaks", die sämtliche Rechner weltweit bauen und reparieren können und vollkommen in ihrer PC-Welt aufgehen. Der Nachteil ist allerdings: Sie sprechen ihre eigene Sprache und sind daher für den Umgang mit Kunden nicht wirklich geeignet. Auf der anderen Seite der Skala steht der exzellente Verkäufer, dessen Stärken in der Kommunikation liegen und der einen überzeugenden Eindruck auf die Kunden macht. Doch häufig fehlt in diesen Fällen das nötige Computer-Fachwissen, das für eine Beratung bei DiTech unbedingt erforderlich ist.

Beide Arten von Bewerbern haben also ihre großen Vorzüge, aber auch Schwächen. Genau diese Schwächen sind aber für mich noch lange kein Grund, jemanden von vorneherein abzulehnen. Denn die wahre Kunst eines Personalleiters besteht darin, Potenziale und versteckte Talente in den Menschen zu entdecken und diese zu Gunsten der Firma weiterzuentwickeln. Genau das machen wir: Bewerber mit mangelnden Fachkenntnissen, aber mit exzellentem Auftreten und mit Interesse an Computern, werden durch Training-on-the-job auf den neuesten Wissensstand gebracht. So arbeiten diese Mitarbeiter einige Monate lang in unserer Computerwerkstätte und lernen, wie man Rechner repariert und aufrüstet. Damit erlangen sie genau das technische Know-how, das sie zu kompetenten PC-Beratern und Computerverkäufern macht.

Doch auch der umgekehrte Weg ist möglich: Durch entsprechende Weiterbildungsangebote und persönliche Gespräche haben wir auch schon so manchen technischen Freak zu einem exzellenten Verkäufer gemacht. Selbst dort, wo dies nicht gelingt, finden wir zumeist eine Lösung, indem wir den oder die betreffende Mitarbeiter ausschließlich im technischen Bereich einsetzen.

Tatsache ist, dass es sich wirklich lohnt, die Potenziale der Bewerber sehr genau anzusehen und zu fördern. Das beginnt bei uns bei den Lehrlingen, von denen wir bereits rund 20 beschäftigen, und geht bis hin zu Menschen, die längere Zeit arbeitslos waren, und denen wir in Zusammenarbeit mit dem AMS neue Chancen bieten. Das enorme Wachstum von Ditech zeigt, dass es sich lohnt, in die Mitarbeiterförderung sowohl finanziell als auch durch persönliches Engagement zu investieren.

*Aleksandra Izdebska ist Personalchefin und Mitglied der Geschäftsleitung von DiTech.






 




Scoop
 SIEHE AUCH

 KNOW-HOW

 TERMINE

powered by atwork information technology