
Software as a Service für global agierende Unternehmen
Textgröße: ![]() |
||
| verfasst von: Harald Prokop * | 18|8|2008 | |
|
|
||
| SaaS hat viele Vorteile. Allerdings müssen dafür gerade im Business-Umfeld auch die Antwortzeiten in einem erträglichem Rahmen bleiben. |
||
![]() |
Software as a Service – also das Geschäftsmodell Software als Dienstleistung über das Internet bereitzustellen und zu betreiben – hat einen Trendwechsel in der Unternehmens-IT eingeläutet. Der zunehmende Wettbewerb und der damit verbundene Kostendruck zwingen Unternehmen dazu, den herkömmlichen Ansatz, bei dem die hauseigene EDV-Abteilung die Software inklusive Installationspaket erwirbt und betreut, neu zu überdenken. Bei diesem Modell muss das Unternehmen ein passendes, hochverfügbares System bereitstellen, auf dem die Software installiert werden kann und Personal- und Wartungskosten für Softwareupdates und Hardwareoptimierung tragen. Aktuellen Studien zufolge werden rund ein Drittel dieser Softwareprojekte vor der Fertigstellung abgebrochen und über die Hälfte der abgeschlossenen Projekte sprengen den vorher berechneten Kosten- bzw. Zeitrahmen oft um das Doppelte. Das unter dem Kürzel SaaS bekannt gewordene Modell „Software as a Service“ bietet hier eine attraktive Alternative. Bei SaaS übernimmt ein Dienstleister die Verantwortung für die Software und das Anwendungsmanagement. Der Endnutzer benötigt nur noch einen PC mit Internetanbindung, um auf die Software zuzugreifen. Es ermöglicht Unternehmen den schnellen und einfachen Zugang zu Anwendungen – oft unter einem höchst flexiblen „Pay-as-you-go“ Abonnementmodell – ohne dass die IT-Kontrolle gänzlich an den Dienstleister abgegeben werden muss. Ein weiterer Faktor für den Trendwechsel ist, dass sich Anwender durch ein weites Spektrum an Angeboten für Privatnutzer an das On Demand-Modell gewöhnt haben und dies nun auch an ihrem Arbeitsplatz erwarten. Diese radikal veränderten Erwartungen und die steigende Akzeptanz von On Demand-Software zeigen sich auch in der rasant wachsenden Zahl von SaaS-Anbietern in fast jedem Segment der Software-Branche, z.B. Customer Relationship Management, Enterprise Resource Planning, eRecruitment, Finanzbuchhaltung, Personalverwaltung und Product Lifecycle Management. Eine von THINKstrategies durchgeführte Studie hat ergeben, dass bereits beinahe ein Drittel aller Unternehmen eine Form von On Demand-Software einsetzt und 43 Prozent darüber nachdenken, auf SaaS umzusteigen. Das gilt für kleine bis mittelständische Unternehmen ebenso wie für große, global agierende Unternehmen. STEIGENDE ERWARTUNGEn Und hier liegt die Herausforderung für SaaS-Anbieter. Mit der wachsenden Nutzung von SaaS-Angeboten in großen Firmen, auch für unternehmenskritische Anwendungen, steigen die Erwartungen an die SaaS-Anbieter dramatisch. Sie sind nicht mehr nur Entwickler und damit für die Funktionalität der Software verantwortlich, sondern müssen diese Software auch global als Service bereitstellen. Dabei erwarten Anwender von SaaS-Produkten höchste Verfügbarkeit und Zugriffsgeschwindigkeit - unabhängig davon, ob sie auf die Anwendung von Frankfurt oder Hongkong aus zugreifen. Oft sind die Nutzer von SaaS-Anwendungen weltweit über hunderte Länder verteilt. Jede Art von Verzögerung oder Unterbrechung kann die Kundenzufriedenheit negativ beinflussen und zu hohen Supportkosten oder gar Kundenverlust führen. Eine von Quocirca durchgeführte Umfrage hat ergeben, dass europäische Unternehmensanwender anspruchsvoller sind als Privatnutzer – 90 Prozent erwarten, dass eine Webanwendung in weniger als fünf Sekunden antwortet und 84 Prozent erwarten mehr als 99 Prozent Verfügbarkeit. SaaS-Anbieter müssen Systemarchitekturen entwickeln, die es ermöglichen, ihre On Demand-Systeme zu skalieren, um mit den rapide wachsenden Datenmengen und -transfers mitzuhalten und gleichzeitig so kosteneffektiv zu wirtschaften, dass sie im zunehmenden Preiswettkampf mithalten können. Das Wichtigste jedoch ist, dass sie globale Verfügbarkeit und optimale Performance ihrer Anwedungen sicherstellen, denn sie werden für lange Antwortzeiten oder gar Ausfälle verantwortlich gemacht, selbst wenn die Probleme im Internet und damit außerhalb ihrer direkten Kontrolle auftreten. Aus diesem Grund verlassen sich immer mehr SaaS-Entwickler auf bewährte Drittanbieter wie Akamai Technologies, um On Demand-Anwendungen sicher und kosteneffektiv bereitzustellen und sich in diesem schnell wachsenden Markt zu behaupten. Akamai wurde vor zehn Jahren gegründet, um Internetanbietern die für das Online-Business so wichtige Zuverlässigkeit und Geschwindigkeit zu gewährleisten. Die Akamai EdgePlatform ist mit ihren rund 34.000 Servern, die in mehr als 70 Ländern verteilt sind, die größte Internet-basierte verteilte Computing-Plattform und ist optimiert für Medieninhalte, dynamische Web 2.0-Seiten und Unternehmensanwendungen wie SaaS. Akamai überträgt etwa 20 Prozent des globalen Webdatenstroms mit über 500 Millarden Zugriffen pro Tag. Unternehmen wie eben Akamai und andere, die Lösungen für die Beschleunigung und Optimierung von umfangreichen, dynamischen Internetanwendungen bereit stellen, sorgen in einem von Geschwindigkeitsschwankungen geplagten Internet für die notwendige Stabilität und Leistung und machen so das Web erst zu einer soliden Business-Plattform. Sie spielen somit für den weiteren Siegeszug von SaaS eine wesentliche Rolle, wie die Verzehnfachung der SaaS-Transaktionen, die über das Akamai Netzwerk abgewickelt werden, in den vergangenen zwei Jahren beweist. * Harald Prokop ist Senior Vice President of Engineering bei Akamai Technologies. |
|
|
|
|
|









