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Bühne frei für semantische Technologie


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verfasst von: Rudolf Felser  28|8|2008

 
 
Suchmaschinen, BI-Produkte sowie Anwendungen des Web 3.0 für Telekommunikation und Pharma stehen im Mittelpunkt der ESTC2008.

 

© Archiv

Während manche Menschen noch damit kämpfen zu verstehen, was Web 2.0 jetzt eigentlich alles bedeutet, stellt die Europäische Konferenz zur semantischen Technologie (ESTC2008) das Web 3.0 in den Mittelpunkt seiner zweiten Auflage vom 24.-26. September 2008 in Wien. Der Fokus liegt dabei auf neuen Suchmaschinen, Business-Intelligence-Produkten wie auch Anwendungen für Telekommunikation und Pharma.

Internationale Experten aus global agierenden Konzernen, aber auch europäische und internationale Start-ups, präsentieren heuer bereits umgesetzte Anwendungen auf Basis der semantischen Technologie und erläutern deren Wirtschaftspotenzial. Semantische Metadaten ermöglichen maschinelle Lesbarkeit und Weiterverarbeitung von Informationen aber auch von Protokollen, Prozessen und Services - wodurch derzeit insbesondere Suchfunktionen, aber auch Service-orientierte Architekturen durch Intelligenz, Automatisierung und Beschleunigung profitieren.

"Über 80 Prozent der Vortragenden kommen direkt aus der Unternehmenswelt", erklärt Alexander Wahler, Veranstalter und CEO des Semantic Technology Institute International. "Das Programm zeigt klar, dass die semantische Technologie das Labor verlassen hat. Es werden bereits viele marktreife Produkte und branchenspezifische Applikationen angeboten. Der kommerzielle Nutzen ist vielversprechend sowohl für Anbieter als auch für Abnehmer."

Mills Davis (Project10X) zählt im Jahr 2008 rund 300 Anbieter, die die semantische Technologie in ihre Anwendungen erfolgreich implementiert haben. Es handle sich dabei meistens um kleinere "Boutique"-Firmen bzw. Start-ups, doch bisher hätten auch sehr viele etablierte IT-Unternehmen "den semantischen Raum betreten". In seiner Studie "Semantic Wave Report 2008" schätzt er das Marktpotenzial der semantischen Technologie bis 2010 auf 50 Milliarden Dollar .

Die Keynotes kommen von internationalen Experten: Peter Jackson (Chief Scientist Thomson Reuters Professional), Barak Pridor (CEO Clearforest), Orestis Terzidis (Director SAP Research Centre CEC), Hans Uszkoreit (Scientific Director DFKI) und Hugo Zaragoza (Yahoo! Research Barcelona).

Tutorials wie "Einführung in Semantic Web" (I. Herman, W3C), "Semantic Tools" (J.M. Gomez-Perez, iSOCO), "Ontology Engineering" (E. Simperl, STI Innsbruck) und "Unternehmensanwendungen und Märkte für semantische Technologie" (M. Davis, project 10x) sollen einen einfachen Einstieg in die semantische Technologie bieten. Zahlreiche Podiumsdiskussionen um die Herausforderungen und vorläufige Grenzen der Technologe ergänzen das Programm.

Ebenfalls auf dem Programm steht die Präsentation der Gewinner des Business Idea Contest, der von der Austria Wirtschaftsservice, der Spezialbank des Bundes für unternehmensbezogene Wirtschaftsförderung, unterstützt wird. Auch im Mittelpunkt des Wettbewerbes steht das unternehmerische Potenzial von semantischen Technologien. Mit seiner Hilfe sollen verstärkt Studierende und Wissenschafter motiviert werden, ihre Forschungsergebnisse hinsichtlich einer wirtschaftlichen Verwertung und potenzieller Marktchancen zu evaluieren und zu einer Geschäftsidee weiterzuentwickeln. Projekte können noch bis 10. September 2008 online eingereicht werden – sowohl von Einzelpersonen als auch Teams sowie neu gegründeten Start-ups. (rnf/pi)






 




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