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TRIPLE-I 2008 durchleuchtet Trends für Unternehmen


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verfasst von: Rudolf Felser  1|9|2008

 
 
Die Europäische Innovationstagung für Wissensmanagement, neue Medientechnologien und semantische Systeme geht diese Woche in die zweite Runde.

 

© graz.at

In der Zeit von 3. bis 5. September 2008 wird die Konferenzserie TRIPLE-I zum zweiten Mal in Graz stattfinden. Die internationale Veranstaltung ist ein Joint-Venture der eigenen Angaben zufolge größten Wissensmanagement-Tagung in Europa, der I-KNOW, sowie der I-SEMANTICS, die sich dem Thema Semantische Systeme verpflichtet hat, und der I-MEDIA, die sich mit Neuen Medientechnologien beschäftigt. Anerkannte Experten wie Henry Liebermann vom MIT, USA, Peter Kemper von SHELL, Holland, Tom Heath von TALIS, Großbritannien, und Dickson Lukose von MIMOS, Malaysien, haben ihr Kommen zugesagt, um in ihren Vorträgen Themen wie Common Sense Knowledge, Web 2.0, Semantische Technologien und Open Linked Data zu adressieren.

Die Veranstalter erwarten rund 550 Teilnehmer. Unternehmer, Manager und Wissenschaftler aus mehr als 30 Nationen können in Graz neueste Trends für ihr eigenes Unternehmen entdecken. Eines der wichtigsten Themen der Tagung ist Web 2.0 als Grundlage für Wissens- und Innovationsmanagement. Hier geht der Trend hin zum Öffnen unternehmensinterner Wissenswelten, um sich mit externen Partnern und Kunden zum Nutzen beider Seiten auszutauschen.

Kein Unternehmen verfügt für sich allein über all das nötige Wissen, um innovative und technologisch hoch komplexe Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln. Aber: Wer nichts erfindet, der verschwindet. In der Wirtschaft setzt hier derzeit ein Umdenken ein. Klaus Tochtermann, Leiter des Know-Center in Graz, kann dies bestätigen: "Wir sehen in unseren Projekten mit Unternehmen aus der Wirtschaft zunehmend die Offenheit, sich mit anderen Unternehmen zusammen zu tun. Dies erfordert jedoch völlig neuartige Wege, Wissen untereinander auszutauschen. Web 2.0 ermöglicht diesen Austausch in einer Form, sodass stets Win-win-Situationen für alle Beteiligten entstehen."

Ein zweites großes Thema der TRIPLE-I werden dynamische IT-Infrastrukturen und ihre Auswirkungen auf Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen sein. Darunter fallen Service-orientierte Architekturen (SOA), Web Services oder Software-as-a-Service (SaaS). "Dank SOA werden Großsysteme zunehmend durch nahezu beliebig kombinierbare Services abgelöst. Semantische Technologien spielen dabei gerade für die Kombination oder Orchestrierung – so der Fachbegriff – eine große Rolle", erklärt Tassilo Pellegrini, Experte für Semantische Technologien von der Semantic Web Company aus Wien.

WISSENSCHAFT FÜR DIE PRAXIS
Beide Trend-Themen werden sowohl im international hochkarätig zusammengestellten wissenschaftlichen Programmteil der TRIPLE-I 2008 diskutiert als auch im deutschsprachigen Praxisforum der Veranstaltung vorgestellt. Dort präsentieren innovative Mittelständler und Großunternehmen ihre ganz individuellen Praxiserfahrungen. In diesem Jahr tragen unter anderem die Austria Presse Agentur, Fraport, Infineon Technologies Austria oder Siemens ihre Business Cases vor. Sie erläutern, wie moderne Technologien nutzen- und gewinnbringend eingesetzt werden können.

"Die TRIPLE-I zeigt, wie erfolgreicher Wissenstransfer zwischen Kompetenzträgern in der Realität aussehen muss - ganz nach unserem Motto 'Industry meets Science'", erklärt Alexander Stocker, verantwortlicher Organisator des Praxisforums der TRIPLE-I. In der Vergangenheit war die Konferenz "schon oft die Geburtsstätte nachhaltiger Kooperationen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft", bringt es Pellegrini auf den Punkt. Erfahrungen und Erfolgsgeschichten, die beim Praxisforum ausgetauscht werden, sind Initialzündungen für konkrete Kooperationen. Ein gutes Beispiel dafür ist die Zusammenarbeit zwischen der Austria Presse Agentur (APA), dem deutschen Unternehmen Brockhaus und dem Know-Center Graz. Gemeinsam haben sie das Dienstleistungsportfolio APALabs entwickelt.

Ein besonderes Highlight im Praxisforum stellt 2008 die Veranstaltung "Professors4Industry" dar. Unter der Überschrift "Vorsprung durch anwendbares Forschungswissen" vermitteln renommierte Universitätsprofessoren aus dem deutschsprachigen Raum dem Publikum ihre Erfahrungen mit Web 2.0. Die Experten werden zum Beispiel über virtuelle Welten berichten und deren Beitrag zu Unternehmenszielen erläutern. Sie werden Social Networking Services als neue Dienste für das betriebliche Informationsmanagement in den Vordergrund stellen oder "Collaborative Tagging" für den Aufbau betrieblicher Wissensinfrastrukturen erklären. Sie veranschaulichen Informationsdiffusion über interaktive Online-Medien oder zeigen den Nutzen eines neuen serviceorientierten "Personalmanagement 2.0" auf.

Auch das Netzwerken der Teilnehmer spielt in diesem Jahr wieder eine große Rolle. Ein Kooperationsevent, der gemeinsam mit der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) und dem Enterprise Europe Network (EEN) veranstaltet wird, ermöglicht durch Speed-Dating-Circles die gezielte Vernetzung von Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft. Im vergangenen Jahr trafen sich 102 Teilnehmer bei insgesamt 251 für sie arrangierten Treffen mit neuen Gesprächspartnern. (rnf/pi)






 




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