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Interview: Web 2.0 – was nun?


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verfasst von: Marion Fugléwicz-Bren*  24|10|2008

 
 
Die Konvergenz von Social Software, Web 2.0 und Semantic Web: Die Gründer der Semantic Web Company legen ein weiteres Sachbuch vor.

 

© Semantic Webschool

Die Konvergenz von Social Software, Web 2.0 und Semantic Web: Die Gründer der Semantic Web Company legen ein weiteres Sachbuch vor. "Ein Update zur aktuellen Debatte über die Entwicklung und Perspektiven des Internets im Allgemeinen und des World Wide Web im Speziellen", so die beiden Herausgeber Andreas Blumauer und Tassilo Pellegrini. Marion Fugléwicz-Bren hat für die Computerwelt nachgefragt.

Computerwelt: Der Untertitel des neuen Bandes "Social Semantic Web" lautet "Web 2.0 - Was nun?" – eine Anleitung für ein "Leben danach" oder State-of-the-Art?
Blumauer und Pellegrini: Wir wollen unterschiedliche Perspektiven eröffnen, worauf bei der Konzeption, Entwicklung und Anwendung der nächsten Generation von Social Web-Anwendungen zu achten ist, ohne sich zu sehr mit den technischen Finessen und Detailproblemen zu belasten. Die umfangreichen Quellen, auf denen die einzelnen Beiträge basieren, sind für eine vertiefende Auseinandersetzung bestens geeignet. Social (Semantic) Software ist ein Überbegriff für eine Vielzahl an Anwendungen, die den Nutzer in das Zentrum der Wertschöpfung stellt.

Die "Anreicherung von Web-Content mit maschinenlesbaren Metadaten" mag wichtig sein, klingt aber sehr trocken – wie macht man diese Materie interessant für Leser? Es geht ja auch um "Kollektive Intelligenz", soziale Netze und "Collaborative Software". Lassen sich diese Begriffe verständlich entwirren?
Der Inhalt und die Auswirkungen dieser Technologien sind alles andere als trocken – es geht um die tägliche Praxis. Das Buch soll als Einstiegswerk in die breite Fülle an technologischen und methodischen Trends der Web-Entwicklung dienen und den Lesern in Ansätzen Antworten auf die Frage geben: "Web 2.0 – Was nun?". Es dokumentiert die Konvergenz zwischen Social Software und Semantic Web-Technologien und stellt die technischen, organisatorischen und kulturellen Veränderungen dar, die das Social Semantic Web begleiten. Es hilft Entscheidungsträgern und Entwicklern, die Tragweite dieser Web-Technologie für ihr jeweiliges Unternehmen zu erkennen.
Das Web 2.0 hat ja freilich zwei Seiten: Es hat bislang ein schnelles Leben mit einem schnellen Aufstieg geführt. Ausserdem das Internet reanimiert, die Begeisterung der User wieder entfacht und das Medium erstmals streckenweise auch mediengerecht nutzbar gemacht.
Das Zauberwort "Kollektive Intelligenz" zwingt nun manche förmlich dazu, Teil dieses neuen, großen Ganzen sein zu wollen. Die andere Seite aber erzählt davon, dass das Web aufgeblasen wurde, und – mit sinnlosem Content angereichert – das Leben der User nur noch schwerer gemacht hat. Man könnte fast zynisch behaupten, dass davon die Hersteller von Speicherlösungen am meisten profitiert haben.

Eine Herausforderung also; wie kann man es besser machen und – kann die Lektüre des Buches dabei helfen?
Mit der "Semantifizierung" von Inhalten, Netzwerken, Algorithmen und User-Profilen soll sich der Nebel wieder lichten. Die Information kommt dann zum User, nicht mehr umgekehrt. Das ist im Web genauso interessant wie im unternehmerischen Umfeld. Dass es am Ende dieses Paradigmenwechsels viele neue Gewinner und Verlierer geben wird - davon handelt dieses Buch. Und: Wie die Geschichte ausgeht, das steht längst noch nicht fest - das Semantic Web hat eben erst begonnen, eine gewisse Eigendynamik zu entwickeln. Unser Buch will einen Beitrag dazu leisten, dass zunächst die neuen Möglichkeiten reflektiert werden und dann erst die Technik aus Pandora´s Büchse geholt wird.

Viele Perspektiven implizieren verschiedene Meinungen und Anwendungsmöglichkeiten - wo werden die Technologien bereits konkret umgesetzt – kann man die Dinge im BestPractice testen?
Wir haben bei der Auswahl der Beiträge darauf geachtet, dass ausschließlich alle vorgestellten Technologien, Methoden und Applikationen sich bereits in Anwendung befinden. Sie können auch alle bereits live getestet werden.

* Das Gespräch führte für Computerwelt.at die freie Autorin Marion Fugléwicz-Bren. Finden Sie hier das Wiki zum Buch: social.semantic-web.at.






 




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