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Windows 7: 20 Fragen und Antworten zum Vista-Nachfolger


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verfasst von: Panagiotis Kolokythas *  3|11|2008

 
 
Wie schlank und flott ist Windows 7? Macht die neue Oberfläche Sinn? Was hat es mit der Netbook-Unterstützung auf sich? Antworten finden sie hier.

 
1. Was war das Highlight von Windows 7 auf der PDC?
Ganz klar die im Vergleich zu Windows Vista deutlich überarbeitete Oberfläche, die neuen "Jump Lists" und die verbesserte Geräteverwaltung. Außerdem legt Windows 7 deutlich bei der Performance zu.

2. Was ist so toll an der neuen Oberfläche?
Positiv fällt bei der neuen Windows-7-Oberfläche die von der Funktionsweise her überarbeitete Taskleiste auf. Anwender können nun direkt Programme auf der Taskleiste ablegen und von dort aus kontrollieren. Die Quicklaunch-Leiste fällt dagegen völlig weg. Der Zugriff auf die in der Taskleiste abgelegten Programme erfolgt mittels großer Icons. Ist ein Programm gestartet worden, dann wird das dazugehörige Icon beleuchtet dargestellt und wenn man mit der Maus darüber fährt, dann folgt dem Mauszeiger, solange er sich innerhalb des Programmicons befindet, ein schicker Farbeffekt, der sich aus der dominantesten Farbe des Icons errechnet. Ist dagegen ein Programm zwar in der Taskleiste abgelegt, aber nicht gestartet, dann ist das dazugehörige Icon dunkel, auch wenn man mit dem Mauszeiger darüber fährt.

3. Welche Funktion haben die Taskleisten-Icons außerdem?
Sobald man mit der Maus über ein Taskleisten-Icon fährt, erscheinen darüber Thumbnails der geöffneten Fenster. Im Falle eines Browsers werden in den Thumbnails alle in Reitern angezeigte Websites angezeigt. Bei Windows Media Player & Co. können Entwickler in den Thumbnails auch bis zu sieben Steuerelemente darstellen, beispielsweise einen "Play"-Button oder einen "Stop"-Button.

Die Thumbnail-Ansicht reicht manchmal nicht aus, um festzustellen, was für einen Inhalt das Fenster hat. Auch hier hat sich Microsoft was einfallen lassen: Wenn man mit der Maus über ein Thumbnail fährt, erscheint dessen Groß-Fassung exakt an der Position, an der das Fenster zuletzt geschlossen wurden. Die anderen Fenster der gleichen Applikation werden als Silouhette dargestellt.

4. Wer entscheidet, was auf die neue Taskleiste darf?
Allein der Anwender! Microsoft gibt Entwicklern keinerlei Möglichkeiten dafür zu sorgen, dass ihre Programme auf irgendeine Art und Weise automatisch auf der Taskleiste erscheinen. Microsofts Rat an die Entwickler: Sorgt dafür, dass die Anwender die Programme manuell auf die Taskleiste ziehen. Entweder a) indem gute Applikationen entwickelt werden und/oder b) indem den Applikationen auch ein enorm schickes Icon verpasst wird.

5) Was sind "Jump Lists"?
"Jump Lists" sind Mini-Startmenüs , die beispielsweise dann angezeigt werden, wenn man in der Taskleiste mit der rechten Maustaste klickt. In dem sich öffnenden Fenster werden Inhalte angezeigt, die ein Anwender häufig mit der betreffenden Applikation aufgerufen hat. Das können zuletzt genutzte Dokumente (Word), häufig besuchte Websites (Browser) oder in einem Multimedia-Player zuletzt abgespielte Songs sein. Die "Jump Lists" werden übrigens auch dann angezeigt, wenn man auf eine Applikation im Startmenü klickt.

6) Neue Taskleiste, "Jump Lists" - muss ich die nutzen?
Ja! Microsoft ist so sehr von diesen beiden Funktionen überzeugt, dass es keinerlei Möglichkeiten geben wird, sie abzuschalten. Damit wird auch kein Wechsel zur alten Taskleiste möglich sein. Immerhin eine gute Nachricht für Nostalgiker: Den obligatorischen Windows-Classic-Look wird es auch in Windows 7 geben. Er wird als eines von vielen Themes - ebenfalls eine neue Windows-7-Funktion - aufrufbar sein.

7) Bereitet Microsoft dem Systray-Spaming ein Ende?
Mit Systray-Spaming werden Applikationen bezeichnet, die sich im Systray festsetzen und regelmäßig den Anwender nerven. Solchen Applikationen macht Microsoft mit Windows 7 das Leben deutlich schwerer. Anwender können künftig detailliert festlegen, ob eine Systray-Anwendung einen Mucks von sich geben kann. Standardmäßig werden alle Systray-Meldungen in einem Bulk gesammelt, den der Anwender regelmäßig sichten muss. Der Bereich, in dem die Meldungen landen, nennt sich Action Center. Sobald eine Applikation nervt, reicht ein Klick, um sie für immer zum Schweigen zu bringen.

8) Was hat es mit den Bilbiotheken auf sich?
In den neuen Bibliotheken sammelt Windows 7 bestimmte Inhalte, unabhängig von ihrem physikalischen Ort. Standardmäßig existieren die fünf Libraries "Dokumente", "Downloads", "Music", "Pictures" und "Videos". Im Ordner "Music" findet der Anwender automatisch alle auf dem Rechner abgelegten Musikdateien. Natürlich können auch eigene Bilbiotheken erstellt werden. Dabei vergibt der Anwender einfach der Bibliothek einen Namen und legt fest, welche Ordner die Bibliothek überwachen soll. Werden in diesen Ordnern Inhalte abgelegt, dann werden diese automatisch der Bibliothek zugewiesen.

9) Wird die Verwaltung mobiler Geräte erleichtert?
Eindeutig ja - und zwar mit dem so genannten Device Stage. Sobald - beispielsweise - der mobiler Musikplayer ABC vom Hersteller XYZ angeschlossen wird, erscheint überall genau ein Bild von dem Player, den man besitzt. Im "Device Stage" finden sich außerdem alle zu dem Gerät passenden Aktionen und hilfreiche Links, die beispielsweise zum Online-Shop des Herstellers oder zum Handbuch für das Gerät führen. Voraussetzung: Der Hersteller des Geräts muss mit Microsoft zusammenarbeiten und die Daten für seine Geräte liefern.

10) Lässt sich Windows 7 schneller Installieren?
Zumindest die uns vorliegende Pre-Beta-Version installierte sich mit rund 25 Minuten nicht schneller, als eine vergleichbare Windows-Vista-Version. Es kann natürlich sein, dass Microsoft hier noch Verbesserungen macht. Was auf jeden Fall schneller sein wird, wird ein Upgrade von WIndows Vista auf Windows 7 sein: Die Upgrade-Routine spart sich nunmehr das unnötige Kopieren vieler Dateien, wodurch vor allem in Unternehmen schneller von Windows Vista auf Windows 7 upgegradet werden kann.

11) Bootet Windows 7 wenigstens schneller?
DIese Frage lässt sich noch nicht abschließend beantworten: Derzeit bootet die uns vorliegende Version ziemlich flott und zumindest einen gefühlten Tick flotter als noch Windows Vista. Für die finale Version verspricht Microsoft deutlich mehr. Die Bootzeit soll unter anderem dadurch vermindert werden, dass künftig mehrere Geräte gleichzeitig während des Hochfahrens initialisiert werden und nicht mehr nacheinander.

12) Hat Microsoft die Performance von Aero verbessert?
Ja - und zwar deutlich! In Windows Vista war der Speicherverbrauch von Aero bzw. des "Desktop Windows Manager" (DWM) nicht nur von der Anzahl der geöffneten Fenster, sondern auch jeweils von deren Größe. Der negative Effekt: Man brauchte nur eine handvoll Fenster zu öffnen, um den DWM so viel Speicher vebrauchen zu lassen, dass er sich automatisch aus Performance-Gründen abschaltete.

Microsoft bezeichnet den von DWM verwendeten Algorithmus mittlerweile als "dummen Fehler" und hat Windows 7 mit den vom DWM genutzten WDDM-Treiber in der Version 1.1 ausgestattet. Unsere Tests mit dem Build 6801 von Windows 7 zeigen: Es spielt nunmehr keinerlei Rolle mehr, wieviele Fenster geöffnet werden und schon gar nicht, welche Größe die Fenster haben. DWM verbraucht laut Taskmanager immer die gleiche Menge an Speicher.


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