
Gastkommentar: Entscheidende Erfolgsfaktoren
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| verfasst von: Bernhard Otti* | 16|12|2009 | |
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| Im Durchschnitt 2009 wird die heimische Wirtschaftsleistung real um 3,4 Prozent geringer sein als 2008, wie auch die Zahl der unselbständig aktiv Beschäftigten laut Wifo (50.400 weniger oder -1,5 Prozent). |
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Dass der Rückgang trotz der Krise nicht höher ausfällt, ist zu einem großen Teil auf die Maßnahmen zur Forcierung der Kurzarbeit zurückzuführen. Die Arbeitslosenquote wird 2009 nach österreichischer Berechnungsmethode auf 7,4 Prozent und 2010 auf 8,5 Prozent steigen, so die Wirtschaftsforscher. Soweit der unerfreuliche Rückblick und die wenig ermunternden Aussichten. Ein Faktum ist aber auch, dass die Wirtschaftskrise ein Ende hat, und man sollte sich nicht davon abhalten lassen, seine Zukunftspläne und Karrierechancen in die Tat umzusetzen. Dazu ist es notwendig, über die Erfolgsfaktoren, die für die zukünftige Karriere entscheidend sind, Bescheid zu wissen. Das verschafft einen Wettbewerbsvorteil gegenüber der Konkurrenz: Erfolgsfaktor Bildung: Der entscheidende Karrierefaktor ist und bleibt Bildung. Wer Bildungschancen nicht nützt und nicht in die eigene Bildung investiert, hat im Wettbewerb um die interessantesten Jobs rasch das Nachsehen. Erfolgsfaktor Fachwissen: Ein zentraler Faktor für die Arbeitsmarktentwicklungen der Zukunft ist die Bevölkerungsentwicklung. Sie ist die Ursache für einen massiven Fachkräftemangel. Nach Schätzungen der WKO fehlen dem Land in der Folge bis 2020 bis zu 600.000 qualifizierte Fachkräfte. Die größten Rekrutierungsprobleme gibt es in den Fachrichtungen Maschinenbau, Werkstoffwissenschaft, Elektrotechnik, Metallurgie, Verfahrenstechnik und Kunststofftechnik. Fazit: Wer mit der Ausbildung im technischen oder naturwissenschaftlichen Bereich aufwarten kann, den erwarten in den kommenden Jahren exzellente Jobaussichten. Erfolgsfaktor Europa: Die Gewinne aus Mittel- und Osteuropa sicherten viele österreichische Arbeitsplätze und Unternehmenszentralen. Österreichs reales BIP wird durch die EU-Erweiterung in den nächsten Jahren um 0,2 Prozent stärker steigen. Das bedeutet für Karrieremacher, dass der österreichische Heimmarkt Mittel- und Osteuropa zugleich der entscheidende Karrieremarkt ist, Karriereplanung sollte daher im europäischen Kontext erfolgen. Erfolgsfaktor Dienstleistungsorientierung: Der Wandel zur Dienstleistungsgesellschaft prägt die Karrierechancen der Zukunft. 2010 werden 73,9 Prozent der unselbständig Beschäftigten im Dienstleistungssektor tätig sein. Eine Tätigkeit in der Dienstleistungsbranche fordert und fördert spezifische Skills zusätzlich zum fachlichen Qualifikationsprofil, das man sich rechtzeitig zulegen sollte. Erfolgsfaktor gesellschaftliche Trends: Was viele Karrieremacher übersehen: Wesentlich für die Karrierezukunft sind natürlich auch wirtschaftsrelevante, gesellschaftliche Trends. Wer sie kennt und ihre Bedeutung für das eigene Tätigkeitsfeld richtig einschätzen kann, kann seine Karrierechancen optimieren. Beispiele für Trends sind Qualität, Green Jobs, Vertrauensökonomie, Mobilität. Erfolgsfaktor Geschlecht: Demographische Entwicklung und Fachkräftemangel sind in den kommenden Jahren vor allem für Frauen Karrieretreiber. Bildung, Kreativität und Innovation stellen die Schlüsselfaktoren für die gesellschaftliche, wirtschaftliche und persönliche Entwicklung dar. Hier haben Frauen heute die besseren Ausgangspositionen: Sie waren noch nie zuvor so gut ausgebildet wie heute – und im Hinblick auf den Abschluss höherer Schulen und Hochschulen haben sie die Männer bereits überrundet. Wer die aufgezählten Erfolgsfaktoren optimal nützt und einsetzt, den erwarten auch in den nächsten Jahren hervorragende Karrieremöglichkeiten. *Bernhard Otti ist Geschäftsführer von Otti & Partner Personalmanagement. |
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