
Hochverfügbarkeit für virtualisierte Server
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| verfasst von: Thomas Mach | 10|3|2010 | |
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| Virtualisierung liegt im Trend. Oft wird aber übersehen, dass durch die Zusammenlegung von Hardware ein höheres Risiko entsteht, da der Ausfall eines einzigen Servers die ganze Firma lahmlegen kann. Server müssen daher besonders abgesichert werden. |
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PC-Server sind Verschwender. Sie nutzen meist nur 10 bis 20 Prozent ihrer Kapazität, der Rest ist Reserve. Der überwiegende Teil der Server-Arbeit besteht daher im Warten auf Arbeit – und im Erzeugen von Wärme und Verbrauchen von Strom. Durch die Konsolidierung der Server lässt sich deren Auslastung deutlich erhöhen, denn eventuelle Schwankungen bei der Beanspruchung können innerhalb einer physischen Maschine verteilt werden. Wer auf diese Weise weniger Server einsetzt, muss auch weniger für Strom und Kühlung aufwenden und eine geringere Anzahl von Geräten braucht schließlich auch weniger Platz. Ein wichtiger Aspekt, wenn der Server-Raum schon aus allen Nähten platzt. »Die offenkundigen wirtschaftlichen und technischen Vorteile der Virtualisierung haben diese zu einem der großen aktuellen IT-Trends werden lassen – auch in kleineren und mittleren Unternehmen«, erläutert Ulrich Lenz, Senior Consultant bei Stratus Technologies. »Überall wird jetzt virtualisiert und fast alle Hersteller unterstützen diesen Trend. Mancher vielleicht mit gemischten Gefühlen, weil die Anzahl der verkauften Geräte natürlich sinkt, wenn Unternehmen nicht mehr Server neben Server stellen, sondern wenige leistungsstarke Systeme mit logischen Servern vollpacken.« Die Sache habe allerdings auch für Anwender einen Haken, der in der derzeitigen Virtualisierungs-Euphorie gern übersehen wird: »Je mehr logische Server auf einer physischen Maschine laufen, desto gravierender sind Systemausfälle.« Fällt in einer herkömmlichen Server-Landschaft ein Gerät aus, trifft es die dort betriebene Anwendung – die Auftragsverwaltung, die Datenbank oder den Mail-Server. So bitter das im Fall des Falles dann sein mag, wenigstens können alle anderen Anwendungen weiterlaufen. »In einer virtualisierten Umgebung ist dagegen immer eine ganze Reihe von Applikationen betroffen«, sagt Lenz. »Bei kleineren Unternehmen, die möglicherweise alle Anwendungen auf einen Server gepackt haben, bedeutet das unter Umständen einen Totalausfall der Applikationen und das ist in einer Zeit, in der Geschäftsprozesse vollständig auf die Verfügbarkeit ihrer IT angewiesen sind, für Unternehmen nicht hinnehmbar.« Gerade KMU, die nur wenige virtualisierte Server betreiben, sollten diese deshalb besonders absichern. Sie müssen laut Lenz dafür Sorge tragen, dass Systemausfälle nicht nur selten, sondern nie vorkommen. Dabei scheiden Lösungen aus, die im Störfall administrative Eingriffe erfordern, erst recht für Unternehmen, die keine große IT-Mannschaft beschäftigen können. »Im Ernstfall wird der für den Neustart der Server zuständige Experte nämlich auf Fortbildung und sein Vertreter im Krankenhaus sein. Dann fängt der Kollege, der normalerweise für Word und Excel zuständig ist, erst einmal mit dem Studium der Handbücher an – eine hohe Verfügbarkeit der IT lässt sich so nicht gewährleisten.« Bis vor wenigen Jahren mussten Unternehmen zur Sicherstellung von Hochverfügbarkeit auf proprietäre Speziallösungen zurückgreifen – »Lösungen, die teuer und aufwändig sind, also nur wenig geeignet für kleinere und mittlere Betriebe«, sagt Lenz. Mittlerweile gebe es jedoch sowohl Hard- als auch Software-basierende hochverfügbare Systeme, die ganz auf Standard-Technologien aufbauen. »Beide Varianten betreiben Störungsvermeidung anstatt Störungsbehebung: Fehler treten erst gar nicht auf, so dass die aufwändigen und immer auch kritischen Maßnahmen zur Wiederherstellung von Prozessen oder Transaktionen gar nicht erst ergriffen werden müssen.« Diese Systeme arbeiten laut Lenz auch im Störungsfall völlig selbstständig. So erreichen in der Hardware-Lösung fehlertolerante Server eine kontinuierliche Verfügbarkeit durch einen komplett redundanten Systemaufbau. »Alle wichtigen Komponenten, also Prozessoren, Speicher-Chips, I/O-Einheiten, Netzteile und Festplatten, sind doppelt vorhanden, so dass bei einem etwaigen Ausfall die jeweils korrespondierende Komponente den Betrieb ohne Unterbrechung weiterführen kann«, erklärt Lenz. Die Software-Lösung eigne sich wiederum besonders für kleinere und mittlere Unternehmen, »da sie nur geringe Kosten verursacht und ohne Aufwand zu implementieren und zu betreiben ist«. Während bei der Hardware-Lösung speziell aufgebaute Server verwendet werden, kann eine Software-Lösung auf Standard-x86-Servern basieren und zwei dieser Server pro Software zu einer hochverfügbaren Einheit verbinden. Mit solchen Lösungen kann automatisch auf beiden Servern ein gemeinsamer logischer Server installiert werden, auf dem sich wiederum beliebig viele virtuelle Server einrichten lassen. Im Störungsfall kann die Software dann automatisch auf den jeweils anderen Server umschalten und dafür sorgen, dass der Betrieb reibungslos fortgesetzt wird. Für kleine IT-Teams ist laut Lenz wichtig, dass mit der Software-Lösung die virtuellen Maschinen, die physikalischen x86-Server und Netzwerkschnittstellen auch aus der Ferne verwaltet werden können. »So können auch kleinere und mittlere Unternehmen ihre unternehmenskritischen IT-Anwendungen in einer echt hochverfügbaren Umgebung betreiben.« |
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