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Burnout-Prävention kann erlernt werden


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verfasst von: Michaela Holy  30|7|2010

 
 
Wiedereinmal steht das Hype-Thema Stress und Burnout an oberster Stelle der Frage nach der Work-Life-Balance. Das BFI Wien liefert nun Strategien für Mitarbeiter und Führungskräfte.

 

© Fotolia

Das Thema Stress bzw. Burnout, die Ursachen und (Neben-) Wirkungen werden in letzter Zeit wieder heiß diskutiert. Es lässt sich angesichts der zunehmenden Krankenstände aufgrund
psychischer Überbelastungen wohl nicht mehr verdrängen, Studien belegten schon den Produktivitätsverlust für die Unternehmen. Betroffen sind mittlerweile nicht nur Lehrer, Pflegepersonal oder Ärzte, sondern "Perfektionisten" in allen Berufen und Branchen oder Menschen, die nicht den ihren Fähigkeiten entsprechenden Arbeitsplatz haben. Auch hohe Leistungen ohne fehlende Anerkennung, "Einzelkampf" anstatt produktive Teamarbeit und
Konkurrenzdruck - vor allem in wirtschaftlich angespannten Situationen - kann zu negativem Stress bis zum "Ausbrennen" führen.

Während die "Schuldfrage", die Behandlungsmöglichkeiten und Kostenübernahme geklärt werden, ist noch genug Zeit für Reflexion - auch für Mitarbeiter und Führungskräfte.  

Ursula Peter-Heinrich hat sich mit dem Thema der negativen Auswirkungen von wirtschaftlichen Veränderungen auseinandergesetzt - vor dem Hintergrund ihrer langjährigen
Führungserfahrung in Banken und Dienstleistungsunternehmen, ihrer Lehrtätigkeit an der WU und BFI-Wien-Akademie und als Unternehmensberaterin. Bei ihren "Empfehlungen" geht es auch um Prophylaxe, wie man dem Stress entgegenwirken kann.

Für Peter-Heinrich steht die Kommunikation der Führungskräfte an erster Stelle: "Geben Sie laufend und vorweg Informationen - Gerüchte sind immer schlimmer als die Realität und binden Zeit, die für produktive Arbeit zur Verfügung stehen soll. Sprechen Sie die
vermuteten Ängste Ihrer MA offen an. Zeigen Sie auch die Vorteile der Veränderung auf - es gibt immer welche. Finden Sie heraus, warum sie erforderlich sind. Wofür könnten Sie die Veränderung nutzen - was könnte nachher viel besser sein als vorher? Teilen Sie diese Vision anschaulich mit Ihren Mitarbeitern, erarbeiten Sie eine gemeinsam getragene Vision und entwerfen Sie einen realistischen Weg dorthin mit Meilensteinen und Zielen. Feiern und würdigen Sie jede erreichte Etappe, das stärkt das Vertrauen in die eigene Bewältigungsfähigkeit."

Vor diesem Hintergrund stellt sich natürlich die Frage der Motivation der Mitarbeiter, die immer mit der Einsicht in den Nutzen der Veränderung zusammenhängt. Führungskräfte können nur die Chance auf Eigenmotivation fördern und unterstützen. "Beobachten Sie, was Ihre MA motiviert und was nicht. Auf welche Ihrer Aktionen Ihre Mitarbeiter wie reagieren. Fragen Sie sich, wie und wann Sie selbst motiviert sind," so Peter-Heinrich. Und an die Mitarbeiter gewandt: " Es hilft die Phasen der Veränderung und die damit verbundenen Emotionen als normal zu kennen und zu wissen, dass sie Zeit brauchen und auch wieder vergehen. Sie bleiben gelassener. Setzen Sie sich bewusst kleine, erreichbare, konstruktive
Ziele und schaffen Sie Ihre eigenen Erfolgserlebnisse."

Peter-Heinrich rät zu regelmäßigen "Boxenstopps" und Reflexion inkl. Zielfokussierung: "Was ist wichtig für meinen beruflichen Erfolg? Was ist meine Aufgabe, Funktion? Welche Ziele will ich erreichen? Was daran macht mir Freude? Was kann ich leicht und gut?" Einerseits helfe ein bestimmter Rhythmus, Kraft zu sparen, andererseits: "Raus aus den Routinen und hin zum Ressourcencheck: "Welche anderen Möglichkeiten gibt es, das Ziel zu erreichen? Welche Ressourcen (Arbeitskraft, Systeme, Ideen) und Unterstützung könnte ich noch nutzen?"

Aus Sicht der Führungskraft kann viel Stress durch "stärkenbasiertes Management" abgebaut
und verhindert werden: Ressourcen entsprechend der Frage "wer kann was gut?" nutzen. Unterstützung zu bieten, könne zudem emotional viel bewirken. Die positive Beziehung zum Team ist laut Peter-Heinrich die Grundlage für Höchstleistungen. Als Rollenvorbild werden Ziele gesetzt und kommuniziert. Und:  "Das Wichtige und Notwendige konsequent und effizient erledigen (lassen). Unwichtiges ausfiltern, Mut haben zum - berechtigten und wohlüberlegten - Nein, auch nach oben in die Hierarchie, zum Auftraggeber."

BFI-Wien-Lehrgänge bieten die Möglichkeit, für sich persönlich und für das Unternehmen Strategien gegen Stress und für konstruktiven Umgang mit Veränderungen zu entwickeln:
Diplomlehrgang Experte für Burnout- und Stressprävention
Informationsabend: 4.10.2010, Dauer: 19.11.2010-2.7.2011
Diplomlehrgang Systemisches Coaching für die Führungspraxis an der BFI-Wien-Akademie für (angehende) Führungskräfte
Informationsabend: 15.11.2010, Dauer: 17.12.2010-28.5.2011






 




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