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Machtwort: Bloß nichts aus der Hand geben


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verfasst von: Thomas Mach  30|7|2010

 
 
Egal ob Outsourcing, Near- beziehungsweise Off-Shoring, Managed Service, Software as a Service oder gar Cloud Computing – wenn es um das Auslagern von Unternehmens-Daten geht zeigen sich heimische Unternehmen äußerst vorsichtig.

 

© Florian Rainer

Dies bestätigt auch die IT-Umfrage 2010, gemeinsam durchgeführt von der COMPUTERWELT und der Management-Beratung Consigma. Gerade einmal 15 Prozent lagern aus, dabei kommt Near-Shoring eher zum Zug als Off-Shoring. Wenig Wunder, bereiten doch kulturelle Gemeinsamkeiten den Boden weit besser als Kostenvorteile. Auch der Faktor, dass der Outsourcing-Partner im Zweifelsfall in europäischer Nachbarschaft schneller erreichbar ist als der Billiganbieter im asiatischen Raum, trägt dazu bei.

Damit zeigen sich österreichische Unternehmen weit vorsichtiger als die deutschen Nachbarn. Dort liegt der Anteil ausgelagerter Prozesse/Dienste mit 30 Prozent etwa doppelt so hoch. Doch gerade der Bereich der Managed Services bietet Vorteile, vor denen Anwenderunternehmen nicht die Augen verschließen sollten. Vor allem im KMU-Land Österreich. Denn gerade diese Unternehmen, von denen die heimische Landschaft geprägt ist, verfügen vielfach über keine (oder nur kleine) eigene IT-Abteilungen. Stattdessen setzen sie in Sachen IT auf Studenten, Bekannte oder den IT-interessierten Mitarbeiter. Mit weitreichenden Konsequenzen. Schließlich kann dieser – egal ob Student oder Mitarbeiter – seine Zeit meist nur begrenzt der IT widmen. Von »Rund-um-die-Uhr-Notfall-Service« also keine Rede. Zudem kommt, dass aktuelle Trends wie ITSM, Performance Management oder Virtualisierung mehr als nur solides Grundwissen erfordern, um im Unternehmen wirklich einen (positiven) Effekt zu zeigen. Spezialisierte Mitarbeiter mit professionellem Wissen können sich aber nur die wenigsten KMU leisten. Ein klarer Vorteil von Outsourcing-Anbietern, deren Kerngeschäft die IT ist und deren Mitarbeiter nicht nur im vielgerühmten 24/7-Modus zur Verfügung stehen, sondern die auch über eigens ausgebildete Spezialisten für die einzelnen IT-Spielarten verfügen.

Dennoch, heimische Unternehmen behalten die Kontrolle über ihre IT lieber in der eigenen Hand. Um trotzdem Kostenvorteile zu lukrieren setzen sie auf Virtualisierung und Konsolidierung, wie die Studie zeigt. Ziel dabei ist vielfach, die eigenen IT-Mitarbeiter durch verstärkte Automatisierung zu entlasten. Dabei stellt sich aber die Frage, ob es wirklich Sinn macht, zur Entlastung der Mitarbeiter eben jenen neue Aufgaben aufzubürden (eben durch verstärkte Beschäftigung mit Virtualisierung). Denn gerade durch selbige werden die IT-Landschaften – warnen zahlreiche Marktforscher und Experten – noch weit komplizierter, als sie es ohnehin schon sind.






 




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