
Kommentar: Her mit den Handy-Studien!
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| verfasst von: Roland Kissling | 3|9|2004 | |
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| Wenn selbst hochgebildete Menschen davon ausgehen, durch Handy-Technik körperlich geschädigt zu werden, dann ist für den Gesetzgeber die Zeit zum Handeln gekommen. |
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Die Computerwelt.at hat eine kleine, aber sehr feine Leserschaft: Überdurchschnittlich gebildet, in der High-Tech Branche zu Hause, hohe Entscheidungs-Kompetenz. Wenn eine solche Gruppe in der letzten Wochenumfrage zu 46 Prozent glaubt, dass die Strahlen-Belastung durch Handys und Mobilfunkmasten ihr Leben verkürzt, kann man nur mehr laut um Hilfe rufen. ![]() Die Befunde der Physiker und Mediziner zum Thema sind uneinheitlich, sprechen tendenziell aber deutlich gegen eine wie immer geartete Schädigung des Menschen. Ebenso klar ist, dass viele dieser Studien von Personen finanziert wurden, die kein hohes Interesse daran haben, auf ungünstige – weil gefährliche – Ergebnisse zu stoßen. Die Handbranche ist ein Milliardenschwerer Verein, weil sie ein elementares Bedürfnis des Menschen deckt: Den Wunsch, überall zu kommunizieren. Alarmierende Ergebnisse wie jener eines Ärzte-Kollegiums in einer Schweizer Kleinstadt oder das Fehlen von Langzeitstudien werden von allen ignoriert, weil niemand gerne an das Undenkbare glauben will: dass elektromagnetische Strahlen aus drahtloser Funktechnik vielleicht in einer noch unbekannten, aber durchaus schädlichen Art und Weise auf den menschlichen Organismus einwirken. Und wir müssen auch gar nicht lange in die Vergangenheit zurückgehen, um auf Ignoranz von Forschungs-Community und Öffentlichkeit gegenüber einzelnen Rufern in der Wüste zu stoßen: schon mit der Atomkraft gingen die Verantwortlichen trotz schwerster körperlicher Gefährdungen nie sonderlich zimperlich um. Der Grund: Eine Mischung aus Unwissenheit, Profitgier und Geltungssucht. Könnte es sein, dass wir heute mit den selben Art von Verantwortlichen zu tun haben?
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