
"3" gegen Big Brother Award
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| verfasst von: Roland Kissling | 29|10|2004 | |
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| Beim diesjährigen Big Brother Award erhielt der Mobilfunkbetreiber "3" den schwarzen Peter für seine Technologie zum Aufspüren anderer Teilnehmer. Nun wehrt man sich: weder die exakte Positionierung, noch das unfreiwillige Aufspüren seien möglich. |
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Beim diesjährigen Big Brother Award erhielt der Mobilfunkbetreiber „3“ den schwarzen Peter für seine Technologie zum Aufspüren anderer Teilnehmer. Nun wehrt man sich: weder die exakte Positionierung, noch das unfreiwillige Aufspüren seien möglich. In der Begründung der Big Brother-Jury wird hervorgehoben, dass es mit dem System möglich sei, einen anderen "3"-Kunden auf Knopfdruck und auf wenige Meter genau zu lokalisieren. Services vom Typ Friendfinder würden demnach vor allem zum Ausspionieren von Kindern und Ehepartnern eingesetzt. Die von den Big Brother Awards publizierte Produktbeschreibung sei aber gar nicht korrekt, beanstandet der zuständige Produktmanager Gregor Fischer: „Die Award Einreichung wurde nicht korrekt recherchiert.“ Kein einziger Kunde könne gegen seinen Willen positioniert werden. Damit ein Kunde positioniert werden kann, müsse zuerst ein Freigabeprozess durchlaufen werden. Auch eine exakte Ortung sei nicht möglich, da mittels A-GPS absichtlich nur die "Grobe Positionierung" der nächsten Funkzelle unterstützt werde. Die Genauigkeit liege im urbanen Gebiet somit bei einigen 100m, in ländlichen Gebieten bei mehreren Kilometern. Aus den Tests der Jury selbst ist ersichtlich, dass die Lokalisierung nur in einem Radius von rund 500 Metern möglich ist. Auch würden noch keine Beschwerden von Kunden vorliegen.Christian Mock seitens der Big Brother Awards verteidigt die Entscheidung: Der Registrierungsvorgang bei „3“ erfolge nur einmalig, danach könne der User jederzeit wieder ausgeforscht werden. Hauptgrund für die Negativ-Premierung sei vor allem die Tatsache gewesen, dass eine derartige Technologie überhaupt aus der Schmuddelecke von Detektiv- und Schnüffelzubehör herausgehoben wurde. Den Vorwurf der mangelhaften Recherche mussten sich die Big Brothers allerdings auch von Microsoft gefallen lassen. Pressesprecher Thomas Lutz kritisierte vor kurzem, dass die Firma in Bezug auf Software-Patente in Europa keine Einzelposition vertrete und deshalb zu unrecht an den Pranger gestellt worden sei. |
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In der Begründung der Big Brother-Jury wird hervorgehoben, dass es mit dem System möglich sei, einen anderen "3"-Kunden auf Knopfdruck und auf wenige Meter genau zu lokalisieren. Services vom Typ Friendfinder würden demnach vor allem zum Ausspionieren von Kindern und Ehepartnern eingesetzt. Die von den Big Brother Awards publizierte Produktbeschreibung sei aber gar nicht korrekt, beanstandet der zuständige Produktmanager Gregor Fischer: „Die Award Einreichung wurde nicht korrekt recherchiert.“ Kein einziger Kunde könne gegen seinen Willen positioniert werden. Damit ein Kunde positioniert werden kann, müsse zuerst ein Freigabeprozess durchlaufen werden. Auch eine exakte Ortung sei nicht möglich, da mittels A-GPS absichtlich nur die "Grobe Positionierung" der nächsten Funkzelle unterstützt werde. Die Genauigkeit liege im urbanen Gebiet somit bei einigen 100m, in ländlichen Gebieten bei mehreren Kilometern. Aus den Tests der Jury selbst ist ersichtlich, dass die Lokalisierung nur in einem Radius von rund 500 Metern möglich ist. Auch würden noch keine Beschwerden von Kunden vorliegen.