
Auch in Deutschland Kritik an Big Brother Awards
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| verfasst von: Roland Kissling | 3|11|2004 | |
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| Die Verleihung der Big Brother Awards in Deutschland hat ebenso wie in Österreich scharfe Kritik hervorgerufen. Die Universität Paderborn wehrt sich gegen Überwachungs-Vorwürfe. |
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Die Verleihung der Big Brother Awards in Deutschland hat ebenso wie in Österreich scharfe Kritik hervorgerufen. Einer der Negativ-Preisträger, die Universität Paderborn, wehrt sich gegen Überwachungs-Vorwürfe in Rechnerräumen und Hörsälen mit Videokameras. Die Auszeichnungen, die bereits zum fünften Mal in Deutschland vergeben wurden, gehen an "Firmen, Organisationen und Personen, die in besonderer Weise und nachhaltig die Privatsphäre von Menschen beeinträchtigen oder persönliche Daten Dritten zugänglich machen". In der Stellungnahme der Hochschule heißt es, man begrüße es grundsätzlich, "wenn unabhängige Einrichtungen sich dem Thema Wahrung des Datenschutzes auf seriöse Weise widmen." Die Universität ist allerdings der Auffassung, einen vorbildlichen Umgang mit den Themen Datenschutz und Sicherheit zu pflegen und wirft dem Ausrichter des Wettbewerbs vor, sich im Vorfeld "leider ganz offenbar nicht angemessen informiert" zu haben. Die Videoüberwachung soll vor Sachbeschädigungen und Diebstählen von hochwertigem IT-Equipment schützen und sei mit allen zu beteiligenden Stellen abgestimmt worden. Dabei werde auch lediglich das Umfeld von Beamern oder IT-Einrichtungen aufgenommen. Gespeichert würden die Daten zudem nur drei Tage. Seit der Installation der Kameras sei die Zahl der Sachbeschädigungen "stark zurückgegangen". Auch in Österreich hat sich der „Preisträger“ Hutchison „Drei“ zuletzt über mangelhafte Recherche und Willkür der Big Brother Jury beschwert. Und Microsoft Pressesprecher Thomas Lutz wies angesichts der Nominierung darauf hin, dass sein Unternehmen im fraglichen Punkt der Softwarepatente keine Einzelmeinung vertrete und willkürlich herausgegriffen worden sei. Die ungehobelte Art und Weise, wie dieses Thema in einigen Ländern aufgegriffen wird, ist selbst wohlwollenden Datenschützern mittlerweile ein Dorn im Auge. (cowo/kiss) |
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