
In zwei Wochen startet Enum in Österreich
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| verfasst von: Roland Kissling | 4|5|2005 | |
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| Enum steht für eine kleine Revolution in der Erreichbarkeit unter verschiedenen Kommunikationskanälen. Erstmals wird damit eine Brücke zwischen dem klassischen Festnetz und dem Internet geschlagen. Und in 13 Tagen geht es los. |
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Als weltweit erstes Land nahm Österreich im Dezember 2004 den kommerziellen Enum-Betrieb (Electronic NUmber Mapping) auf. Dank Enum kann erstmals eine Brücke zwischen dem klassischen Festnetz und dem Internet geschlagen werden – sozusagen das erste offene VoIP-System. So wird es möglich, einen Kontakt mit nur einer einzigen Nummer auf allen Kommunikationskanälen - E-Mail, Telefon, Handy oder SMS - zu erreichen. Enum steht generell für E164 Number Mapping. Der Verzeichnisdienst basiert auf dem Domain-Name-System und übersetzt Telefonnummern in Internet-Adressen. Diese werden wie bei einem herkömmlichen Domain-Namen im DNS eingetragen. Internet-Telefonie kann beispielsweise bis heute nur genutzt werden, wenn der Empfänger eingeloggt ist und den Anruf entgegen nimmt. Dank Enum könnte nun ein entsprechender Anruf auf das Handy oder das Festnetz umgeleitet werden – wenn der Empfänger einen entsprechenden Enum-Eintrag gemacht hat. E-Mail- oder VoIP-Clients können das Nachlagen in der Enum-Datenbank auch automatisch erledigen und so an den gewünschten Kommunikationskanal weiterverbinden. NOCH 13 TAGE: FIRST COME, FIRST SERVE Am 17. Mai 2005 um 12 Uhr ist es soweit: dann startet die Enum-Delegation zu 780er-Rufnummern nach dem „First Come, first serve“-Prinzip. Betrieben wird die zentrale österreichische Enum-Infrastruktur durch die Firma ENUM.at, einer hundertprozentigen Tochter der gemeinnützigen Internetprivatstiftung Austria und damit eine Schwesterorganisation von nic.at. Alle Registrare haben durch eine Bandbreiten-Beschränkung die gleichen Chancen auf eine erfolgreiche Registrierung, unabhängig von der technischen Anbindung. Für den Einsatz der konvergenten Dienste ist der neue Rufnummernbereich (0)780 vorgesehen. Rufnummern in diesem Bereich sind über das Internet und das Telefonnetz erreichbar und an die zugehörige Enum-Domain gebunden. Die Zustellung von Gesprächen aus dem Festnetz erfolgt dabei über Gateways, die eine Enum-Abfrage starten und die Kanäle nachschlagen, unter denen der jeweilige Teilnehmer erreichbar ist. |
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