
Million Dollar Homepage findet Nachahmer
Textgröße: ![]() |
||
| verfasst von: Roland Kissling | 28|10|2005 | |
|
|
||
| Ein englischer Student hatte die geniale Idee, nun folgen die Nachahmer: Sie haben ihre Website in 10 x 10 Pixel große Werbeblöcke unterteilt, die Werbetreibende mieten können. Die Plagiate können aber mit dem Charme des Originals selten mithalten. |
||
![]() |
Der erst 21 jährige britische Studienanfänger Alex Tew erregte mit einer cleveren Geschäftsidee weltweit Aufsehen. Ende August startete er die Internetseite "Million Dollar Homepage", auf der er winzig kleine Werbeflächen verkauft. Bis Oktober waren laut "The Times" bereits mehr als 200.000 Euro verkauft. MILLIONEN GESUCHT Nun kommen die Nachahmer, die vom Sog der guten Idee mitnaschen wollen – aber an den Charme der ersten Idee nicht herankommen. Der deutsche Jura-Student Alex Steinforth etwa mit seiner Webseite millionen-gesucht.de. Er nennt sein Projekt den "größten und einzig ernstzunehmenden deutschen Ableger dieser Art". Und genau das ist es: ein Ableger, der die Millionen immer nur suchen, aber nie finden wird. Seine Homepage bringt es derzeit lediglich auf knapp über tausend Besucher pro Tag, während es das Original zu Spitzenzeiten auf einige zehntausend Zugriffe brachte. Und ganz aufrichtig ist der gute Rechte-Student auch nicht: Die angeblich 5.700 zu je 99 Cent verkauften Pixel stammen zu einem Viertel aus der Bannertausch-Plattform adbutler.de, die laut „die Welt“ interne Schritte gegen den Betreiber überlegt hat - laut Geschäftsführer Marius Ahlers wurden die fraglichen Programme mittlerweile aber wieder aus der Homepage gelöscht. Ein weiteres Fünftel führt laut "die Welt" zu zwei Websites des Düsseldorfers Kitaro Beeh, der die 891 Euro dafür noch nicht ganz bezahlt habe. FOTO-KOLLAGEN Die Internet Kontakt- und Singlebörse Casadu.de probiert es gleich mit drei ähnlichen Projekten. Hinter jeder dieser drei Internet-Adressen steckt die Idee einer Fotocollage, die weltweit einmalig sein soll. Auch hier sind die Webseiten in ein Gitterraster geteilt, das aus eine Million Pixeln besteht und in zehntausend Blöcke von jeweils 10x10 Pixeln aufgeteilt ist. Jeder Block soll mit einem Foto befüllt werden und so nach und nach Fotocollagen entstehen lassen: Eine deutschsprachige für Singles (www.millionensingles.de) und zwei internationale, eine für Frauen (www.millionladies.com) und eine für Männer ( www.milliongents.com). Der Betrieb der Seiten wird bis zum 31.12.2006 garantiert; bei entsprechender Nachfrage wird die Laufzeit verlängert. Der Gründer Ernst Grodzietzki will sich der Original-Idee „nicht blindlinks anschließen“. Sein Foto-Kunstwerk erscheint ihm „als ideale Ergänzung zu unserem bisherigen Portfolio." Bislang ist auf den Websites aber noch keine einzige Schaltung zu sehen - Erfolg fraglich.
1 2
|
|
|
|
|
|









