Enquête: Business – Technologie – Mensch »Data Science - Aufklärung 2.0 und Privatheit« Enquête: Business – Technologie – Mensch »Data Science - Aufklärung 2.0 und Privatheit« - Computerwelt

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06.06.2017

Enquête: Business – Technologie – Mensch »Data Science - Aufklärung 2.0 und Privatheit«

Am 06. Juni 2017 fand anlässlich des 20 jährigen Bestehens von Con.ect Eventmanagement und Future Network eine Enquete zu Business Technologie und Mensch im Hotel Park Hyatt Vienna ein. Kern der Veranstaltung waren die Vorträge von Clemens Cap zum Thema „Risiken und Nebenwirkungen von Data Science“ sowie „Aufklärung 2.0 – Ethik in der Technologiegestaltung“ von Christof Tschohl sowie die aktuelle Positionierung von Con.Ect Business Academy, dem Netzwerk durch Lukas Zenk, Innovations- manager der Donauuniversität Krems, und dem Dialogforum Future Network.

Impression der Veranstaltung

Impression der Veranstaltung

Verlust der Privatheit und Datascience :
 
»Datensparsamkeit ist von gestern, denn Daten sind das Erdöl von morgen.« Aber mit welchen Risiken und Nebenwirkungen von Data Science müssen wir rechnen? Der Vortrag zeigte auf, dass die Probleme viel größersind als die vieldiskutierten Bedenken um Privatheit. Big Data sägt an den Grundfesten unserer menschlichenGesellschaft. Weil Data Science Anwendungen aber Geschäftserfolge versprechen, wird das gerne ignoriert
 
Univ. Prof. Clemens Cap von der Universität Rostok,  Experte für Systemsicherheit und soziale Probleme der Informatik   erklärt , das das  zentrale Problem, dem sich die heutigen Anwender gegenübersteht, ist der Verlust der Privatheit, durch alle sichtbaren und unsichtbaren Stellen an denen Daten mitgeschnitten werden. Die gesellschaftlichen Konsequenzen, die sich aus der Datenauswertung ergeben, sind schwer abzuschätzen. Der Aspekt, ob die permanente Verbesserung, Optimierung und Effizienz wirklich im Interesse des Menschen als Mensch ist, sollte beleuchtet werden. Die Maschine kann zwar die besten Entscheidungen prognostizieren, sie kann aber dem was geschieht keinen Sinn geben. Das ist die Stärke, die wir Menschen haben. Es kommt ein großer Konflikt auf uns zu, wo wir eigentlich andere Wissenschaften bemühen müssen  als die Informatik. Ethik und Philosophie wird dort eine ganz wichtige Tolle spielen müssen. Die Frage ist: „Wie deckt sich das mit dem menschlichen, philosophischen sinnbehafteten Ziel des Menschen?
 
Das Future Network Vorstandsmitglied Univ. Prof. Clemens Cap  sieht den Lösungsansatz in der Zurückhaltung und der Fragen, ob alles was technisch machbar ist auch gemacht werden soll und ob das Beste wirklich etwas Gutes ist.

Wichtig ist, dass wir uns neu positionieren.
 
Technologie kennt keine Grenzen -  Ethik als Konzept von Werten ist gefordert
 
Dr. Christof Tschohl, spezialisiert als Jurist und Informatiker auf Menschenrechte in der Informationsgesellschaft erklärt , dass die größte Schwierigkeit ist einen Raster zu finden, der nicht entlang von irgendwelchen nationalen Grenzen geht, denn Technologie kennt meistens keine Grenzen. Informations- und Kommunikationstechnologie müssen einen gemeinsamen Nenner finden, wo die eigentlichen Eckpunkte und die Grenzen dessen sind, was wir können. Ethik, als Konzept von Werten gesehen, kann uns diesen Rahmen liefern. Wir können dort einen gemeinsamen Nenner finden, der über Landesgrenzen hinaus, Wert entwickeln kann.
Zum Thema Aufklärung 2.0 sprach  Hr. Tschohl von einer selbstverschuldeten Unmündigkeit in der wir Menschen uns befinden und aus der wir uns befreien müssen. Die Idee der Aufklärung besteht aus der Frage, was uns eigentlich selbstbestimmt macht. Denn: „Selbstbestimmte, verantwortungsvolle Menschen bilden eine Gesellschaft gleicher freier Individuen.“- erklärt Christof Tschohl, zugleich auch Referent  der Con.Ect Business Academy.
 
Der Vortrag zeigte, was diese Überlegungen mit modernen Konzepten des Datenschutzes wie z. B. Privacy by Design zu tun haben und welche Lehren aus der geistesgeschichtlichen Entwicklung der Grund- und Menschenrechte für eine hoch technologische Gesellschaft gezogen werden sollten.
 
 
 
Die Con.ect Business Academy und die Neupositionierung von Con.Ect
 
Eva Kišoňová  von Siemens Bratislava erklärt , dass im Ausbildungsbereich in der Architektur mit dem Lektor der Conect Business Akademie Dr. Peter Hruschka seit Jahren erfolgreich zusammengearbeitet wird  und aus Ihrer Sicht , zugleich  der Informationsaustausch bei Konferenzen zu aktuellen Top Themen wie Digitalisierung und Smart City beispielsweise  von sehr großer Bedeutung ist.
 
 
 
Con.Ect Eventmanagement hat eine Neupositionierung durch die Ausrichtung in CON.ECT Business Academy , Con.Ect Informunites- als Konferenzanbieter und Con.Ect Consulting als Partner für die Projektumsetzung und Coaching gefunden, erklärt dazu Frau Mag. Bettina Hainschink und stellt dabei auszugsweise auch das Themenportfolio vor, zu die Themen wie IT Strategie, Softwarearchitektur agil und Microservices, DevOps und ITSM und Security gehören. Siehe auch www.conect.at.
 
 
"Mit der Con.ect Business Academy bzw. Con.ect Informunity verbinde ichein sehr aktives Netzwerk hochqualifizierter Experten aus verschiedendsten Branchen, das Con.ect mit Leben füllt. Con.ect schafft es immer wieder Veranstaltungen zu Themen auf die Beine zu stellen, die oft „unter den Nägeln brennen“.
 
Lukas Zenk , Innovationsforscher der Donauuniviersität Krems stellte mit Methoden der Sozialen Netzwerkanalyse das Netzwerk der Eventteilnehmer von über 500 verschiedenen Firmen zu den verschiedensten Themenschwerpunkten wie Security, Digitales, Servicemanagement und Softwarethemen  grafisch veranschaulicht dar.
. .
 
Als Unternehmen für Testautomatisierung und agile Entwicklung arbeitet Anecon seit vielen Jahren auf diesem Gebiet im Bereich von Seminaren und Tagungen mit dem Future Network zusammen, erklärte Anton Baumgartner von der ANECON.
 
 
Isabell Kunst vom Start Up Xephor Solutions GmbH stellte den Trend Neuronale Netze und KI vor. "Ein bedeutender Trend, den es schon länger gibt und der 2017 immer mehr österreichische Unternehmen beschäftigt, ist die künstliche Intelligenz. Hier gibt es eine Vielfalt von Lösungen angefangen von einfachen ruled-based-Software bis zu Computer, die denken können. Unter Maschinendenken wird verstanden, dass ein Computer nicht nur lernen kann, sondern auch eigenständig neue Ideen hervorbringt, Prozesse verbessert und auf unvorhergesehene Situationen reagieren kann. Um künstliche Intelligenz erfolgreich in Unternehmen einsetzen zu können, muss erst mal ein Bewusstsein dafür geschaffen werden, wo solche Systeme helfen können. Gleichzeitig muss auch Unternehmen gezeigt werden, dass das Arbeiten mit neuronalen Netzen anders ist als mit herkömmlicher Software. Hier wird nicht mehr programmiert, sondern in natürlicher Sprache mit Systemen gelernt. Das System ist ein dynamischer Prozess, der sich ständig verbessert und weiter entwickelt. Hat man das Potenzial von künstlicher Intelligenz einmal erkannt, dann steht einer erfolgreichen Installation eines solchen Systems nichts mehr im Weg!"
 
 
Daniel Holzinger von Colited Management Consultancy  und zugleich Future Network Vorstandsmitglied, erklärt  die zentralen Themen des Future Network:
Digitalisierung: 
„20 Jahre Future Network  und wir leben heute in Zeiten der Digitalen Transformation. Alles was digitalisiert werden kann, wird früher oder später auch digitalisiert werden. In diesem hochdynamischen Umfeld erleben wir eine unglaubliche Beschleunigung des Lebens. Das Gefühl, immer weniger Zeit zu haben und immer mehr leisten zu müssen ist allgegenwärtig spürbar. Wichtiger denn je ist es, ein klares Ziel vor Augen zu haben und noch besser zu priorisieren. Die Herausforderungen werden allerdings immer komplexer, sodass interdisziplinäre Zusammenarbeit zu deren Bewältigung erforderlich sind. Darüber hinaus erleben wir eine Informationsflut ungeahnter Dimension. Dementsprechend wird der Erfahrungsaustausch in Netzwerkorganisation wie dem Future Network immer wichtiger. Das Future Network hat es in den letzten 20 Jahre immer geschafft topaktuell die Trends zubesetzen  und Hans Müller vom Future Network  erklärt das Future Network habe immer wieder verstanden, die relevanten Themen in der Vordergrund zu stellen und als Plattform den Dialog zwischen Anwendern und Anbietern sowie Forschung und Lehre zu ermöglichen."
 
Algorithmen und Industrie   
 
Dr. Klaus Pirklbauer,  vom Software Competence Center Hagenberg GmbH und zugleich Beiratsmitglied des Future Network erklärt , dass
Wir jetzt einen Status erreicht haben , in dem nicht nur keine Branche mehr ohne IT auskommt, sondern in dem die IT in den meisten Branchen die zentrale Rolle spielt. Die steigende Bedeutung der Daten als eine aktive Komponente, die durch Erkenntnisse daraus und durch abgeleitete Modelle zunehmend den algorithmischen Ablauf bestimmen, genauso wie die Herausforderungen komplexer werdenden Software mit ihren Vernetzungen und neuen Interaktionsformen bestimmen unsere Zeit. Die Schlagworte wie Industrie 4.0, IoT, Digitalisierung, ... haben einen zusätzliche Schwung in die Weiterentwicklung aber auch in die Auseinandersetzung mit diesen Themen gebracht. Das Future Network greift solche aktuellen Themen auf. Neben Experten, die die Themen aus verschiedensten Blickwinkeln betrachten, werden durch Studien auch Trends und Entwicklungen aufgezeigt. Zusätzlich kommt auch die Vernetzung der Teilnehmer nicht zu kurz."
 
Dr. Gerald Rehling von Atos erklärt zu den aktuellen Trends:
»Die IT-Branche hat sich inzwischen mit ihren Prozessen und Abläufen zu einem richtiggehenden Industriezweig entwickelt, der den Motor der Digitalisierung darstellt. IT-Infrastrukturen werden komplexer und Design- und Implementierungs-Know-how zunehmend gefragter. Der Bereich Infrastructure and Data Management ist dabei von besonderer Bedeutung. Rund um das Thema Outsourcing werden Cloud-Technologien präsenter und die Bedeutung europäischer bzw. lokaler Rechenzentren wächst nicht zuletzt auch im Hinblick auf die EU-Datenschutzgrundverordnung. Eine zentrale Rolle spielt auch der »Digital Workplace«: Fortschreitende Globalisierung und wachsende Mobilität von Mitarbeitern fordern effiziente Kommunikations- lösungen, die eine internationale Zusammenarbeit über eine Plattform ermöglichen. Der Austausch via neuer Technologien wird immer wichtiger – und hier setzen die Future-Network- Events an: Mit einem Netzwerk, das Lösungsvorschläge liefert, um den wachsenden IT-Ansprüchen gerecht zu werden.«
 
Das Networkingevent wurde vom Thema Ethik und Informatik geleitet,
die Ausbildungen und Konferenzen der Plattform und Veranstalter sind
von den Schwerpunkten wie zertifizierte Ausbildungen und Konferenzen
zu Themen wie Digtialisierung .
 
Bei der Veranstaltung waren unter den Teilnehmern beispielsweise Vertreter von Anecon, IBM, ATOS, AMA, Avedos, Computer Associates , CELIX, IBM, Microsoft, Novomatic,  Secure Business Austria , Softwarecompetence Center Hagenberg und Verteretern aus Forschung und Industrie und Wirtschaft und Stadt Wien.

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