Internet of Everything: 3,4 Billionen Euro Wertschöpfung für öffentliche Hand Internet of Everything: 3,4 Billionen Euro Wertschöpfung für öffentliche Hand - Computerwelt

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28.01.2014 Rudolf Felser

Internet of Everything: 3,4 Billionen Euro Wertschöpfung für öffentliche Hand

Das Internet of Everything birgt laut einer Studie von Cisco von 2013 bis 2022 für die öffentliche Hand weltweit eine Wertschöpfung von 3,4 Billionen Euro.

Alles miteinander vernetzt im Internet of Everything.

Alles miteinander vernetzt im Internet of Everything.

© Gunnar Assmy - Fotolia.com

Internet of Everything (IoE) steht für die Vernetzung von Menschen, Prozessen, Daten und Objekten sowie dem Mehrwert dieser Verbindungen mit dem Netzwerk. Zahlreiche aktuelle Technologien – zum Beispiel das Internet der Dinge, Mobilität und Cloud Computing – ermöglichen gemeinsam das IoE. Mit Hilfe des IoE können Behörden Cisco zufolge Kosten sparen, die Produktivität der Mitarbeiter erhöhen, neuen Umsatz generieren und Bürgern Vorteile bieten.

Alleine Städte sollen in den kommenden zehn Jahren gemäß der Cisco-Studie weltweit 1,9 Billionen Dollar (1,4 Billionen Euro) an Wert durch IoE-Anwendungen generieren können, darunter bei:

  • Intelligenten Gebäuden: 100 Milliarden Dollar durch geringere Betriebskosten beim Energieverbrauch über die Integration von Heizungs- und Klimaanlagen in die Gebäudesysteme
  • Gasversorgung: 69 Milliarden Dollar durch geringere Ablesekosten und genauere Verbrauchsbestimmung
  • Intelligenten Parkleitsystemen: 41 Milliarden Dollar durch die Echtzeit-Anzeige verfügbarer Parkplätze
  • Wasserversorgung: 39 Milliarden Dollar durch die Verbindung von Wasserzählern über ein IP-Netzwerk und deren Ablesung aus der Ferne
  • Mautgebühren: 18 Milliarden Dollar durch automatische Bezahlung, effizientere Verkehrsführung und höhere Umsätze

Achim Kaspar, General Manager Cisco Austria, erklärt dazu: "Internet of Everything ist ein Trend, der insbesondere auch die Vernetzung von Städten und des öffentlichen Dienstes umfasst. Das gilt für Österreich ebenso wie für viele andere Länder. Hier befinden wir uns in einem Wandel, der bereits begonnen hat. Die öffentliche Verwaltung kann dadurch flexibler auf die Bedürfnisse der Bürger eingehen und ihre Ressourcen produktiver nutzen."

SMART CITY
In Hamburg wurde beispielsweise vor kurzem eine Hot-Spot-Zone im Hafen rund um die Landungsbrücke eingerichtet. In den nächsten Monaten ist geplant, weitere Zentren der Hansestadt großflächig mit einem WLAN-Netz zu versorgen und zu einer durchgängigen Hot-Spot-Zone zu verschmelzen, mit Nutzungsmöglichkeiten im Rahmen von Smart-City-Konzepten.

Die französische Stadt Nizza hat gemeinsam mit Cisco und Think Global das IoE-Projekt "Connected Boulevard" verwirklicht. Es basiert auf etwa 200 Sensoren, die über die gesamte Stadt verteilt sind und deren Informationen über die Cisco-Infrastruktur durch Smartphones oder Tablets abrufbar sind. So lässt sich zum Beispiel feststellen, wie voll bestimmte Straßen oder Restaurants sind.

Auch die spanische Stadt Barcelona nutzt bereits IoE-Lösungen, um Bürgern neue Dienste und Funktionen anzubieten. "Virtuelle Bürger-Services" ermöglichen etwa die ortsunabhängige virtuelle Interaktion mit dem Rathaus über Video- und Collaboration-Technologien. Als eine der weltweit führenden "Smart+Connected Communities" hat Barcelona IoE-Lösungen für Wassermanagement, intelligentes Parken, Abfallentsorgung und vernetzte Omnibusse eingeführt. Damit spart die Stadt Kosten und verbessert die Qualität der Bürger-Services.

SMARTE BEHÖRDEN
Neben den Städten profitieren Cisco zufolge Staats- und Landesbehörden auf fast allen Ebenen von IoE-Lösungen, sei es im Gesundheitswesen, in der Bildung, beim Katastrophenschutz oder Militär. 70 Prozent des Potenzials entsteht bei Prozessen innerhalb einer Behörde, 30 Prozent zwischen den Behörden. Würden die weltweit 350 Millionen Mitarbeiter in Behörden etwa stärker Telearbeitslösungen nutzen, könnte das 125 Milliarden Dollar an Wert bedeuten – zum Beispiel über geringere Büro- und Reisekosten.

"Großes Potenzial bietet das Internet of Everything z.B. bei vernetzten Bürgerservices und innovativem Verkehrs-, Versorgungs- und Entsorgungsmanagement. Die Verantwortlichen der öffentlichen Verwaltung sollten sich mit den Möglichkeiten auseinander setzen, die das IoE bietet. Die Nutzung und der Umgang mit Internet of Everything erfordern Fachkräfte und schaffen neue Arbeitsplätze. Hierzu sollten in Österreich jetzt schon die Weichen gestellt werden", so Kaspar.

Die Studie "Internet of Everything: A $4.6 Trillion Public-Sector Opportunity" basiert auf einer Untersuchung, die Cisco in 2013 durchgeführt hat. Diese identifizierte potenzielle Gewinne von 14,4 Billionen Dollar für private Unternehmen, die innerhalb der nächsten zehn Jahre IoE nutzen. Kombiniert mit dem potenziellen Wert von 4,6 Billionen Dollar für den Öffentlichen Sektor ergibt sich ein Gesamtpotenzial von 19 Billionen Dollar für IoE-Dienste weltweit von 2013 bis 2022. (pi/rnf)

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