IT SUMMIT 2014 – Starkes Signal aus Linz IT SUMMIT 2014 – Starkes Signal aus Linz - Computerwelt

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08.07.2014

IT SUMMIT 2014 – Starkes Signal aus Linz

Am 2. Juli 2014 fand erstmals der "IT SUMMIT" mit 130 Teilnehmer/innen im Power Tower der Energie AG in Linz statt. Mit der Jahrestagung setzte der oberösterreichische IT-Cluster (ITC) auch als Veranstalter ein deutliches Signal: Unter dem Motto "IT schafft Wert" wurde die starke IT-Branche als Innovationsmotor der Wirtschaft ins Rampenlicht gerückt. Immerhin werden 50 Prozent aller Innovationen von der IT getrieben.

IT SUMMIT 2014 – Starkes Signal aus Linz

IT SUMMIT 2014 – Starkes Signal aus Linz

© RAHMANOVIC Jasmina/cityfoto

Neben Vorträgen zu aktuellen IT-Branchentrends und neuesten Forschungsergebnissen wurden erfolgreiche Beispiele von Groß- und Kleinunternehmen präsentiert. Das oö. Start-up "tractive" verknüpfte ein GPS-Gerät zur Positionsbestimmung von Haustieren mit Social Media und hat damit innerhalb von 1,5 Jahren in 40 Ländern den Markt erobert. IBM konnte durch die gezielte Aufbereitung von Big Data den Produktionszyklus des Schiproduzenten Blizzard drastisch reduzieren, die Energie AG setzt vermehrt auf "smarte" Technologien.

Robert Stubenrauch, Manager des IT-Clusters, definierte die Zielgruppe des ITC als "alle Unternehmen, in denen die IT eine wesentliche wertschöpfende Rolle spielt. Insbesondere IT-Hersteller und IT-Dienstleister, aber auch IT-Anwender aller Branchen". Stubenrauch berichtete über den aktuellen Stand des ITC  und eine nun geschärfte inhaltliche Ausrichtung: "Seit der Gründung des Clusters Anfang 2013 konnten wir bereits 119 Mitglieder gewinnen, davon 101 Unternehmen. Wir setzen künftig bei unseren Leistungen auf die Schwerpunkte Security, Cloud Computing, Business Software, Industrie 4.0, Mobilität, Qualität von IT-Produkten und IT-Fachkräfte."

"IT-Themen, die Sie bewegen"

Diese sieben Themen nennt Stubenrauch die "IT-Themen, die Sie bewegen" und kündigt spezifische Aktivitäten in teilweise neuen Formaten in drei Aktivitätsfeldern an: erstens Basis-Themen, bei denen es vor allem um Erfahrungsaustausch quer über Anbieter- und Anwendergrenzen hinweg gehe. Hierzu zählt das Thema „IT-Security“, zu dem bereits eine Arbeitsgruppe AG.IT-Sec installiert ist (nächster Termin 30. September). Zum Basis-Querschnittsthema "Qualität im Software-Lifecycle" wird im Herbst eine Arbeitsgruppe AG.IT-Q im Rahmen eines Kick-off-Workshops aus der Taufe gehoben. Schließlich wird das brennende Thema "IT-Fachkräftemangel" gemeinsam mit dem oö. Netzwerk Humanressourcen im Format eines "Entwicklungsdialoges IT-Fachkräfte" angepackt.

Aktivitäten, die sich gezielt auf bestimmte Anwendersektoren beziehen, plant der ITC in zwei Bereichen: Richtung produzierende Industrie agiert man zum Thema "Industrie 4.0" gemeinsam mit dem Mechatronik-Cluster, und unter dem Titel "Mobilität & IT, die smarte Zukunft" hat man gerade eine Initiative mit dem Automobil-Cluster gestartet.

Schließlich ist es Stubenrauch noch wichtig, reife IT-Innovationen hinaus zu den Anwendern aller Wirtschafts- und Industriebereiche zu tragen. Dazu wird für die Themen "Cloud" und "Business Software" ein neues Aktivitätsformat namens "Transfer-Dialog" angeboten. Es soll auf moderierter Basis Anbieter und Anwender zu konkreten Kooperationen anregen und begleiten.

In den drei Aktivitätsfeldern gebe es natürlich weitere wichtige Branchenthemen wie social, mobile, Big Data und das Awareness-Thema „IT-Standort“. Diese habe man natürlich ebenfalls am Radar und werde sie nach Bedarf aktivieren, so Stubenrauch.

Hunde an der digitalen Leine

Ein Highlight des IT SUMMITs war der Vortrag des Oberösterreichers Michael Hurnaus, der einen interessanten beruflichen Werdegang vorweisen kann: Ein Studium an der FH Hagenberg und berufliche Erfahrungen bei Microsoft und Amazon in den USA. Vor 1,5 Jahren kehrte Hurnaus nach Österreich zurück und gründete mit zwei Kollegen das Unternehmen tractive mit Sitz in Pasching. Michael Hurnaus erklärt: "Wir beschäftigen uns mit der Entwicklung von Hardware und Software für Tierbesitzer. Rund um unser Kernprodukt, ein GPS-Gerät für Tiere, entwickeln wir Apps zur Verwaltung von Haustierdaten wie Tierfotos." Mit diesen Innovationen wird eine zahlungskräftige Zielgruppe (Haustierbesitzer mit Smartphones) angesprochen. Im Durchschnitt werden 1.500 Dollar pro Jahr für Hunde ausgegeben. 10 Millionen Haustiere gehen pro Jahr verloren. Durch ein GPS-Gerät am Halsband können diese jederzeit geortet werden. Michael Hurnaus berichtete: "Mittlerweile sind wir in 40 Ländern aktiv und haben zusätzlich 15 Apps für Haustierbesitzer entwickelt." Rund um Apps und Social Media wird für Haustierfreunde ein dichtes Netz von Services und digitaler Wertschöpfung gewoben.

Weitere Beiträge

Weitere Beiträge kamen von Manfred Litzlbauer (Energie AG Data) zu smarten Technologien aus Sicht eines EVUs, Rainer Kaltenbrunner (IDC) mit einer Analysten-Sicht auf das "Internet der Dinge", und Alois Ferscha (JKU), der Beispiele IT-basierter sozio-technischer Systeme brachte. Wolfgang Kienreich (Know Center) und Horst Pflügl (AVL List) präsentierten nach theoretischem Hintergrund zu Wissensmanagement im industriellen Umfeld ihre Erfahrungen aus einem konkreten Projekt, bevor Christian Klezl (IBM) in seiner Keynote das Potenzial von IT als Quelle für Wachstum und Innovation anhand konkreter Beispiele darstellte.

In der abschließenden Podiumsdiskussion (Klezl, Hurnaus, Ferscha, Kaltenbrunner) zum Thema "Szenarien Digitaler Transformation" wurde dann unter anderem diskutiert, was den Wert von IT eigentlich ausmache, wie das oft konstatierte Awareness-Problem der IT mit ihrer "Allgegenwart" zusammenhängen könnte, und was das alles mit dem reinen puren Digital Business vieler Start-ups zu tun hat.

IT SUMMIT 2015 am 10. Juni 2015

Der Termin für den IT SUMMIT 2015 steht bereits fest: 10. Juni 2015. Nähere Informationen findet man unter www.IT-SUMMIT.at bzw. unter www.ITcluster.at

Wolfgang Kienreich (Know Center), Michael Hurnaus (tractive), Christian Klezl (IBM), Manfred Litzlbauer (Energie AG Data), Robert Stubenrauch (IT-Cluster), Alois Ferscha (Johannes Kepler Universität Linz), Rainer Kaltenbrunner (IDC), Horst Pfügl (AVL Li

Michael Hurnaus, Geschäftsführer von tractive berichtete von seinen Erfahrungen als Jungunternehmer.

Podiumsdiskussion „Szenarien Digitaler Transformation“, v.l.n.r.: Alois Ferscha (JKU), Rainer Kaltenbrunner (IDC), Robert Stubenrauch (ITC), Michael Hurnaus (tractive), Christian Klezl (IBM)

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