Internet-Piraterie in England: 250.000 Jobs in Gefahr Internet-Piraterie in England: 250.000 Jobs in Gefahr - Computerwelt

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18.07.2014 pte

Internet-Piraterie in England: 250.000 Jobs in Gefahr

Bereits jeder dritte Brite streamt Filme oder kauft gefälschte DVDs. Umsatzeinbußen in Höhe von rund 633 Mio. Euro in der Film- und Fernsehindustrie sind die Folge.

© Vladimir Vitek - Fotolia.com

Auch in Österreich sind finanzielle Einbußen durch Internet-Piraterie ein gegenwärtiges Thema. "Der österreichischen Filmindustrie entgehen durch Piraterie jährlich Einnahmen von etwa 20 Prozent ihres Umsatzes", so Monique Göschl vom Verein für Anti-Piraterie gegenüber der Nachrichtenagentur pressetext. Kaum jemand wisse, welche Auswirkungen Piraterie auf Einzelpersonen habe.

"Man hat die Vorstellung, Internet-Piraterie sei ein opferloses Verbrechen", erklärt Mark Batey von der Film Distributors' Association. Nur ein Bruchteil der jährlich produzierten Filme wird erfolgreich. "Nutzer können mit ihrem Konsumverhalten die Entwicklung der legalen Angebote fördern oder verhindern. Wenn sie Filme nicht aus legalen Quellen beziehen, können die Produktionskosten nicht eingespielt werden", meint Göschl. Folglich würden Filmstudios keine Spielfilme mit gewagten Storys mehr produzieren. Das beweisen die vielen Neuverfilmungen, Fortsetzungen und Prequels, die diesen Sommer in den Kinos laufen.

"Neben der Film- und Fernsehindustrie leiden auch Maskenbildner, Kostümdesigner, Produzenten, Dienstleister und Zulieferer unter den Einnahmeverlusten", erklärt Göschl weiter. Rund eine Viertel Mio. britischer Arbeitsplätze sind bis Ende 2015 in Gefahr, sollte nichts gegen die Urheberrechtsverletzungen unternommen werden. "In den letzten Jahren musste circa ein Drittel der Kleinbetriebe, wie etwa Videotheken, als Folge von Umsatzeinbußen schließen", unterstreicht Göschl.

Konsumiert ein Verbraucher illegal Inhalte im Netz, verdienen die Anbieter-Seiten Geld durch Werbung oder Abo-Kosten. So unterstützen User - meist unbewusst - kriminelle Machenschaften. Werbeplatzierungen auf strukturell rechtsverletzenden Internetseiten werden nun verhindert, damit die Finanzierungsquellen der Seitenbetreiber ausgetrocknet werden. Zudem setzt sich die Organisation FACT für mehr Aufklärung ein und informiert über die Folgen von Urheberrechtsverstößen. (pte)

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