Zehn Jahre Unternehmen und Social Media Zehn Jahre Unternehmen und Social Media - Computerwelt

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24.07.2014 Michaela Holy

Zehn Jahre Unternehmen und Social Media

Unternehmen tummeln sich seit zehn Jahren verstärkt im Social Web. Sie möchten Kunden finden, binden und ihre Wertschöpfung erhöhen. Das deutsche Unternehmen complexium hat Experten-Zitate und -Meinungen zu den wichtigsten Begebenheiten der letzten zehn Jahre sowie zu den zukünftigen Trends zusammengetragen.

Zehn Jahre Unternehmen und Social Media

Martin Grothe, Gründer und CEO von complexium, blickt auf zehn Jahre Unternehmen in sozialen Medien zurück.

© Complexium

Unternehmen erkennen mehr und mehr den potenziellen wirtschaftlichen Nutzen, den Social-Media-Aktivitäten bieten können. 86 Prozent sind auf Facebook präsent, 48 Prozent nutzen professionelles Social Media Monitoring, aber nur 16 Prozent aller deutschen Unternehmen beschäftigen Social Media Manager. "Die Entwicklung von Social Media in Unternehmen ging sehr schleichend voran. Noch vor einigen Jahren konnten die Social-Media-Pioniere unter dem Radar der Geschäftsleitung fliegen und sich ausprobieren. Diese Wild-West-Phase ist vorbei", kommentiert Martin Grothe, Gründer und CEO von complexium, die letzten zehn Jahre. "Das Erfreulichste an der heutigen Situation ist, dass die Frage 'was soll das Ganze' in Bezug auf Social Media in Unternehmen immer seltener wird", so Grothe weiter.
 
2004 traten Unternehmen im "Second Life" zum ersten Mal im Social Web auf. Sie zeigten ihr Gesicht als pixelige Filiale in der virtuellen Welt. Seit 2007 traten verstärkt Corporate Blogs auf die digitale Bildfläche. Firmen wie Coca-Cola, Microsoft oder Daimler – als eines der ersten deutschen Unternehmen – schalteten Online-"Tagebücher" frei und traten mit der Zielgruppe in Kontakt. 2011 gab es bereits 173 Millionen Blogs weltweit. Existierten 2005 noch 80 Millionen Webseiten, so sind es 2014 bereits 4,2 Milliarden. Das entspricht einem Wachstum von 525 Prozent. Social Big Data wurde geboren.
 
"Neue Analysemethoden und –werkzeuge werden in Zukunft immer wichtiger, um die Ausweitung der Kommunikation im digitalen Raum zu überblicken und für sich nutzen zu können", meint Thomas Schildhauer, Direktor des Alexander von Humboldt Instituts für Internet und Gesellschaft in Berlin. Er forscht und arbeitet bereits seit Anfang des Jahrtausends im Social-Media-Bereich und ist Mitbegründer des Institute of Electronic Business sowie einschlägiger Buchautor. "Die intensive Auseinandersetzung der Meinungsbildung im digitalen Raum basiert auf einer systematischen Erforschung und Analyse. Ich gratuliere Prof. Dr. Grothe zu seinem erfolgreichen Beitrag, den er im Rahmen des nunmehr zehnjährigen Bestehens von complexium geleistet hat", so Schildhauer weiter.

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