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05.09.2014 pte

Social-Media-Töpfe trotz mangelnder Messung voll

Ein immer größerer Teil des Marketingbudgets fließt in Social-Media – obwohl in vielen Unternehmen kaum Mittel bereitstehen, um die Auswirkungen der Aktivitäten auf Facebook, Twitter, Google+ und Co zu messen.

Bei Social-Media-Marketing wird aus dem Vollen geschöpft. Bei der Messung nicht.

Bei Social-Media-Marketing wird aus dem Vollen geschöpft. Bei der Messung nicht.

© Archiv

Laut der Duke University machen die derzeitigen Ausgaben vieler Firmen allein für Social Media neun Prozent des gesamten Marketingbudgets aus. Die Prognosen gehen davon aus, dass dieser Wert in den nächsten zwölf Monaten auf 13 Prozent ansteigen wird. In den nächsten fünf Jahren soll der Anteil an Werbung auf den Social-Media-Plattformen auf mehr als 21 Prozent ansteigen.

Die Studie, die auf einer Befragung von 351 Top-Marketing-Managern basiert, zeigt, dass sich die Marketingausgaben im digitalen Bereich um elf Prozent im nächsten Jahr erhöhen werden, während der Einsatz für traditionelle Werbeträger um 3,6 Prozent zurückgehen wird. Trotz dieses signifikanten Anstiegs im Social-Media-Investment ist es noch immer schwer für die Verantwortlichen den Return on Investment zu quantifizieren.

Nur 15 Prozent der Befragten meinen, dass sie die Auswirkungen einer Social-Media-Kampagne quantitativ messen können. 40 Prozent der Marketingchefs sind lediglich im Stande, eine qualitative Bewertung einer Social-Media-Aktion zu erstellen. Der Rest, immerhin fast die Hälfte aller Marketingprofis, gibt zu, die Auswirkungen von Social-Media-Aktivitäten überhaupt nicht messen zu können.

Die Marketingexperten stehen jedoch unter Druck, messbare Resultate zu liefern. Daher ist es wichtig für sie, begründen und falls nötig rechtfertigen zu können, warum das Marketingbudget in einer bestimmten Form ausgegeben wird. Gemäß der Analyse generiert das Marketing im Normalfall etwa acht Prozent der Einnahmen eines Unternehmens.

Die Wissenschaftler rechnen damit, dass die Budgets für das Marketing um mehr als fünf Prozent ansteigen werden. Das Geld, dass für Social Media ausgegeben wird, geht daher eher in Richtung Technologie und Infrastruktur, um das Medium zu unterstützen, anstatt neues Social-Media-Personal anzustellen. Den Daten zufolge sank auch der Schnitt von Social-Media-Angestellten im Laufe des Jahres leicht.

Auch das Thema Big Data wird von den Marketingverantwortlichen als Zukunftsthema begriffen. Ausgaben für Marketinganalysen werden demnach in den nächsten drei Jahren von sieben auf zwölf Prozent des Gesamtbudgets anwachsen. 41 Prozent der Firmen verwenden Online-Data, die sie über die Kunden sammeln, um ihre Trefferquote bei Marketingaktivitäten zu steigern.

82 Prozent der Unternehmen hingegen sind laut der Duke-Untersuchung der Meinung, dass solche durch Online-Data gestützten Aktivitäten weiter zunehmen werden. Nur neun Prozent machen sich demgegenüber Sorgen, dass die Verwendung von Konsumentendaten die Privatsphäre der Kunden verletzen könnte. (pte)

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