Kurssturz bei Bitcoins: Verdacht auf Manipulation Kurssturz bei Bitcoins: Verdacht auf Manipulation - Computerwelt

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08.10.2014 pte

Kurssturz bei Bitcoins: Verdacht auf Manipulation

Eine 30.000-Bitcoin-Verkaufsorder hat den Kurs der Online-Währung am Wochenende stark absinken lassen. Nicht zuletzt deswegen wird der Ruf von Experten nach einer verbesserten Investmentinfrastruktur lauter, um die extreme Volatilität der virtuellen Währung aufgrund einzelner ungewöhnlich großer Order einzudämmen.

Bitcoins sind (noch) eine volatile Währung.

Bitcoins sind (noch) eine volatile Währung.

© Public Domain

Ein Blick auf die Kurstafel zeigt die hohe Volatilität von Bitcoin. Am Montagnachmittag lag der Kurs in New York bei 331,45 Dollar. Zuvor notierte er in den Morgenstunden während der asiatischen Börsenzeiten bei 301,29 Dollar, nachdem er am Sonntag auf 286,56 Dollar gefallen war. Das machte in Summe einen Wertverfall von 75 Prozent gegenüber dem Allzeithoch vom 30. November 2013 mit 1.165,89 Dollar aus.

Der Katalysator für die letzten Kursausschläge war eine einzelne 30.000-Bitcoin-Order mit einem Limit von 300 Dollar, die auf der slowenischen Bitcoin-Börse BitStamp platziert wurde. Dieser Auftrag war doppelt so hoch wie das gesamte Ordervolumen an dieser Börse an einem durchschnittlichenTag. Die neun Mio. Dollar schwere Verkaufsorder wurde später zwar zurückgezogen, tauchte aber immer wieder in verschiedenen Niveaus auf.

Der vermeintliche Versuch, neun Mio. Dollar der digitalen Währung zu verkaufen, verursachte eine panische Flucht der Investoren aus ihren Bitcoin-Investments. Laut Bitcoinwisdom.com betrug das gesamte Handelsvolumen der zwölf Börsen mit etwa 640.000 Bitcoins innerhalb von nur 24 Stunden das Dreieinhalbfache eines normalen Handelstages.

Laut CoinPrice-Gründer Matt Odell handelt es sich bei der Order um versuchte Marktmanipulation. "Ein smarter Investor, der sich von seinen Stücken trennen wollte, würde ein OTC-Geschäft tätigen, sodass seine Aktionen nicht vom Gesamtmarkt beobachtet werden können und sich somit der Preis gegen ihn entwickelt", so Odell. Ein großer Investor oder eine Börse dürfte einen großen Kaufauftrag eines Kunden zu erfüllen versucht haben.

Das größte Problem für Investoren ist das niedrige Handelsvolumen bei Bitcoins. Während das Handelsvolumen der größten Bitcoin-Börsen zusammen 60 Mio. Dollar ausmacht, liegt dieses am Weltwährungsmarkt bei fünf Bio. Dollar. Um dieses Handelsvolumen zu erhöhen und somit die Volatilität in den Griff zu bekommen, ist es notwendig, größere Investoren in den Markt zu bekommen.

Um das zu ermöglichen, muss die Infrastruktur für den Handel verbessert werden. So könnten institutionelle Anleger angelockt werden, meinen Experten. Das Startup SolidX entwickelt aufgrund der Forderungen seiner Hedgefund-Klientel Dollar-Return-Swap-Geschäfte, die dem Bitcoin-Preis zugrunde liegen. Damit gibt man den Investoren ein bekanntes Instrument, ohne Bitcoins auf der Stelle besitzen zu müssen. (pte)

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