Kein Bock auf Facebook: Junge Mütter entnervt Kein Bock auf Facebook: Junge Mütter entnervt - Computerwelt

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29.10.2014 pte

Kein Bock auf Facebook: Junge Mütter entnervt

Der von sozialen Netzwerken ausgeübte Präsentationsdruck ist ein wichtiger Grund dafür, dass sich immer mehr junge Mütter aus Netzwerken wie Facebook zurückziehen.

© Poulsons Photography - Fotolia.com

Laut einer Studie von Impulse Research würden über 50 Prozent der befragten Frauen gerne eine radikale Auszeit von Social Media nehmen. Dass in sozialen Netzwerken der Inszenierungsdruck für Frauen hoch ist, liegt auf der Hand. Vor allem die hohe Zahl an inszenierten Fotos löst Stress aus. "Idealisierte Vorstellungen in Kombination mit verzerrten Selbstpräsentationen im Netz führen nicht selten zu einer raschen Ernüchterung", so Psychologin Regina Harringer gegenüber dem Nachrichtenportal pressetext.

Soziale Netzwerke sind für Mütter in der Regel auch mit sehr positiven Seiten verbunden. Vor allem der Informationsgehalt ist sehr hoch. Es gibt Gruppen, die zum Austausch von Fragen und Problemen für die Zeit mit dem Baby anregen. Dennoch werden in der Umfrage Stimmen laut, die den Nachteil dieser Gruppen und der dauerhaften Vernetzung aufzeigen. Von 1.004 befragten Müttern würden ganze 53 Prozent gerne eine Auszeit von sozialen Netzwerken nehmen.

Für viele june Frauen mit Kind sind soziale Netzwerke sehr frustrierend geworden. Perfekte Mütter scheint es bei einem Blick in die eigene Timeline überall zu geben. Jede mit ihren ganz eigenen fehlerlosen Erziehungsmethoden. Dieser Inszenierungsdruck verursacht großen Stress auf die ohnehin schon mit ihrem Nachwuchs beschäftigten Frauen. In der Altersklasse der 18- bis 24-jährigen Mütter würden ganze 60 Prozent gerne viel weniger auf Seiten wie Instagram und Facebook aktiv sein.

Obwohl in der Studie nicht ermittelt wurde, wie lange Mütter gerne eine Auszeit von Social Media nehmen würden, wurde der Fokus stark auf die wichtigsten Gründe für eine Pause gelegt. Für die meisten Befragten spielte die Erhaltung der eigenen Privatsphäre eine wichtige Rolle. Vermehrt fühlten sich Mütter aber auch vom exzessiven Marketing großer Unternehmen überrollt.

Die in sozialen Netzwerken personalisierte Werbung, gefüttert von bereits benutzten Suchbegriffen, verweist nach der Geburt des Kindes auf viele Markenprodukte in der Babyindustrie. Das deprimiert viele junge Eltern zunehmend, denn die Budgets sind in jungen Familien oftmals nur klein. Soziale Netzwerke vermittelten vielen Frauen zudem den Eindruck, einfach ein riesiges, kritisches Publikum zu sein. Sie fühlten sich regelrecht in einen Wettkampf zwischen den Müttern integriert. (pte)

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