Deutschland: Videostreaming setzt Fernsehen massiv unter Druck Deutschland: Videostreaming setzt Fernsehen massiv unter Druck - Computerwelt

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20.11.2014 pte

Deutschland: Videostreaming setzt Fernsehen massiv unter Druck

Klassisches TV gerät vor dem Hintergrund des Wachstums von Videostreaming-Portalen und sich massiv ändernder Sehgewohnheiten zunehmend in die Bredouille.

Streaming ist in, Fernsehen ist out

Streaming ist in, Fernsehen ist out

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Wie der Hightech-Verband BITKOM bekannt gegeben hat, ersetzt bereits jeder dritte deutsche Nutzer von Videostreaming ab 14 Jahren das klassische Fernsehen ganz oder teilweise durch Streaming-Angebote. Das entspricht gut 13 Mio. Bundesbürgern.

Der aktuellen BITKOM-Erhebung zufolge schaut laut eigener Aussage fast jeder zweite Streaming-Nutzer (44 Prozent) weniger Fernsehen über Kabel oder Satellit, seitdem er Videoinhalte im Internet konsumiert. Fast jeder Fünfte (18 Prozent) würde künftig sogar komplett auf klassisches Fernsehen verzichten. "Die kommende Zuschauergeneration wird kaum noch feste TV-Sendezeiten kennen", unterstreicht BITKOM-Experte Timm Hoffmann.

Die Nutzer profitieren von Mediatheken, Videoportalen und On-Demand-Angeboten. Das Zusammenstellen des TV-Programms ist somit im Handumdrehen möglich. Die Planung des TV-Konsums ist für viele wichtig. Nutzer entscheiden selbst, wann und wo sie Filme, Serien oder Nachrichten sehen möchten. Sechs von zehn Streaming-Nutzern (59 Prozent) sagen, dass sie sich nicht unter Zeitdruck setzen, um bestimmte Sendungen rechtzeitig zu sehen.

Fast die Hälfte der Nutzer bestätigt (46 Prozent), dass sie durch die heutige Möglichkeit des Videostreamings schon einmal darauf verzichtet hätten, eine Sendung zur Sendezeit zu sehen. Selbst bei Live-Übertragungen setzen viele Verbraucher auf das Internet statt auf klassisches Fernsehen: 37 Prozent der Streaming-Nutzer bestätigen dies auf Nachfrage. "Videostreaming verändert den gesamten Markt für bewegte Bilder", zeichnet Hoffmann den neuen Trend nach.

Die klassischen TV-Sendeanstalten geraten somit zunehmend unter Druck. Das zeigt auch die Studie, für die in Zusammenarbeit mit Aris 1.004 Personen ab 14 Jahren befragt wurden. Denn insgesamt nutzen bereits drei von vier Internetnutzern (73 Prozent) ab 14 Jahren Videostreams. Dies entspricht gut 40 Mio. Bundesbürgern. Dagegen speichert nur gut jeder vierte Internet-User (27 Prozent) Videos zunächst per Download, um sie anschließend anzuschauen. (pte)

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