Nachlese Fabasoft egovday 2015 Wien Nachlese Fabasoft egovday 2015 Wien - Computerwelt

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04.02.2015 Fabasoft

Nachlese Fabasoft egovday 2015 Wien

Am 26. Jänner 2015 trafen sich über 150 Teilnehmerinnen und eilnehmer im Hotel InterContinental zum alljährlichen Fabasoft egovday.

Prof Dr. Lutz Jaencke Gehirnforscher und Psychologe

Prof Dr. Lutz Jaencke Gehirnforscher und Psychologe

© Fabasoft

Als Keynote-Speaker konnte in diesem Jahr Prof. Dr. Lutz Jäncke, Gehirnforscher und Psychologe, gewonnen werden. Er startete den Vortrag mit der Frage „Ist unser Gehirn vernünftig?“ und fesselte die Zuhörerinnen und Zuhörer mit seinen interessanten Ausführungen. Mittels spannender Experimente klärte Prof. Jäncke über die Funktionsweise des Gehirns als komplexes Netzwerk auf und zeigte in plakativen Beispielen wie uns das Gehirn täglich „Streiche“ spielt. So nehmen wir nur einen sehr kleinen Teil der Umwelt bewusst wahr: Rund 30 % werden unbewusst wahrgenommen und der Rest wird einfach ausgeblendet – „Funktionelle Blindheit“. Die Komplexität und Leistungsfähigkeit des Gehirns ist es aber auch, was uns die Individualität erlaubt. Menschen treffen täglich Entscheidungen auf Basis von Erfahrungen, interpretieren Situationen nach ihren Empfinden oder meistern schwierige Situationen durch Selbstkontrolle, eine Fähigkeit, die nur Menschen besitzen.

Einen Schritt zurück in Richtung IT führte der Vortrag von Dr. Adolf Sonnleitner. Er gab einen Überblick zu dem Einsatz von Mindbreeze im Gesundheitswesen und wie sich Ärzte mithilfe dieser Suchlösung wieder auf das Wesentliche, nämlich auf den Patienten, und nicht auf die aufwändige elektronische Erfassung von Daten konzentrieren können. Im Anschluss zeigte Gerald Martinetz weitere Einsatzmöglichkeiten von Mindbreeze unter anderem in Bereich Versicherungen. Hier wird die Lösung als Unterstützung der Posteingangsstelle eingesetzt und übernimmt die Klassifizierung von Posteingangsstücken.

Ing. Roland Ledinger, Leiter Bereich IKT Strategie des Bundes des Bundeskanzleramtes Wien sprach in seinem Vortrag über die „Herausforderungen an die Digitale Verwaltung“. Die Ziele der Digitalisierung beschreibt Ing. Ledinger kurz und bündig: „Es gilt, das Leben der Menschen einfacher zu machen und Rahmenbedingungen für eine kreative IKT (Informations- und Kommunikationstechnik) zu schaffen.“ Technologie wird heutzutage schneller eingesetzt – dies hat zur Folge, dass sich auch der Zugang zur Arbeit stark verändert hat. Mobilität, Flexibilität und Crowd-Sourcing sind nur einige Aspekte, die in ein neues Arbeitskonzept aufgenommen werden sollen.

Um eine moderne Verwaltung zu sichern, muss der Bürger im Mittelpunkt stehen mit dem Recht auf eine elektronische Abwicklung. Daher sollte es in naher Zukunft problemlos möglich sein, Familienbeihilfe automatisch ohne Antragsstellung beziehen zu können. Auch das Recht auf Zugang zu den eigenen Daten ist dabei ein wichtiger Punkt.

Als weitere Zielsetzung nannte Ledinger, dass Behörden als Service-Units etabliert werden sollen. Die Behörden verstehen sich dabei als Rohdatenlieferant und übernehmen die Qualitätssicherung. Die Daten kommen von den bereits existierenden Quellen, sinnvoll wäre es auch, die Daten gemeinsam mit der Wirtschaft bereitzustellen und zu verwalten.

Für die Zukunft ist es wichtig, in der Verwaltung attraktive Arbeitsplätze für junge Menschen zu schaffen. Zur letzten Frage, nämlich der Umsetzung dieser Aufgaben, hat Ing. Roland Ledinger konkrete Vorstellungen: Cloud-Computing, junge Querdenker, digitale Methoden, Flexibilität & Stabilität sowie ebenenübergreifende Prozesse. Sein Schlussapell lautete daher, schnelle Entscheidungen und vor allem schnelle Umsetzungen zu treffen, um die Herausforderungen der Digitalen Verwaltung meistern zu können.

Den Abschluss des Fabasoft egovday bildetet der Vortrag von Dipl.-Ing. Helmut Fallmann, Mitglied des Vorstandes der Fabasoft AG, zum Thema „2015 – Aufbruch in eine Europäische Digitale Wirtschaft und Gesellschaft“.

„In der Frage eines einheitlichen Datenschutzes sind sich die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union so uneinig wie eh und je. Der so gelungene 232 Seiten starke Parlamentsentwurf ist völlig verwässert von den egoistischen Änderungswünschen der Regierungschefs. Alleine Österreich hat mehr als zwei Dutzend Bedenken angemeldet. Wenn man den Tenor der Einwände der Nationalstaaten kurz und bündig auf einen gemeinsamen Nenner bringen will, dann auf den: Die nationalen ökonomischen Interessen überwiegen bei weitem das Interesse an einem verbesserten und vereinheitlichten Datenschutz und das Recht der Bürger auf den Schutz der Privatheit. Die ökonomischen Vorteile auf Basis eines einheitlichen europäischen Datenschutzes wird es auch 2015 nicht geben. Obwohl Europa sie so dringend brauchen würde!“, erläutert Dipl.- Ing. Helmut Fallmann während seines Vortrages.

Ein besonderer Punkt des Vortrages war die Präsentation der neuesten Produktentwicklungen aus dem Hause Fabasoft: Die FABASOFT Cloud Appliance sowie die SECOMO Appliance, Fabasoft Services für eine Private Cloud und Verschlüsselung.

Ein besonderer Punkt des Vortrages war die Präsentation der neuesten Produktentwicklungen aus dem Hause Fabasoft: Die FABASOFT Cloud Appliance sowie die SECOMO Appliance, Fabasoft Services für eine Private Cloud und Verschlüsselung.

Ing. Roland Ledinger - Leiter IKT Strategie

Helmut Fallmann Vorstand Fabasoft

Dr. Adi Sonnleitner Fabasoft und Tanja Maierhofer Moderation

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