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22.09.2015 pi/Rudolf Felser

Click & Collect: Gewünscht aber nicht verstanden

Obwohl rund die Hälfte der Multi-Channel-Händler Click & Collect-Services anbieten, können rund 90 Prozent der Konsumenten nichts mit dem Begriff anfangen.

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Click & Collect, die Möglichkeit, Produkte online zu bestellen und anschließend im stationären Ladengeschäft abzuholen, erfreut sich im Handel immer größerer Beliebtheit. Bereits rund die Hälfte der Multi-Channel-Händler, so zum Beispiel Media Markt, Thalia, Saturn oder C&A, hat diesen Service im Angebot. Aber: Die Konsumenten können mehrheitlich nichts mit dem Begriff Click & Collect anfangen. Nur einer von zehn befragten Konsumenten weiß, was sich dahinter verbirgt. Das zeigt die aktuelle Cross-Channel-Studie in Zusammenarbeit mit hybris software "Cross-Channel im Umbruch". "Händler, die Click & Collect-Services anbieten, sollten ihren Service besser umschreiben und den Konsumenten verständlich vermitteln, welche Mehrwerte damit verbunden sind", rät Eva Stüber, Leiterin Research und Consulting, ECC Köln.

POTENZIAL NICHT AUSGESCHÖPFT

Für Händler bietet Click & Collect vor allem die Chance auf persönlichen Kundenkontakt. Noch wird dieses Potenzial allerdings nicht ausgeschöpft: In einem Drittel der Fälle werden die online bestellten Artikel in einem verschlossenen Paket übergeben, sodass die Ware im Ladengeschäft nicht begutachtet werden kann. Zwei Drittel der Konsumenten hat bei der Abholung der Ware kein Verkaufspersonal angetroffen. "Das Cross-Selling-Potenzial von Click & Collect-Services ist hoch, jedoch wird die Option zusätzliche Produkte zu verkaufen aktuell nicht ausgeschöpft. Immerhin jeder dritte befragte Konsument hat bei der Abholung Produkte gekauft, die nicht zuvor online bestellt wurden", so Stüber.

VERSANDKOSTEN UND VERPACKUNG ENTSCHEIDEND

Die Anforderungen der Konsumenten an Click & Collect-Services wurden mit der Conjoint-Software von Leet Innovation analysiert. Neben dem Thema Versandkosten sind vor allem Aspekte entscheidend, die dazu führen, dass Konsumenten ihre Produkte schnell erhalten. Zeitnot sowie die Möglichkeit die bestellten Produkte direkt vor Ort begutachten oder anprobieren zu können sind wichtige Merkmale für die Nutzung. "Konsumenten ist es wichtig, die Vorteile der einfachen Produktsuche im Online-Shop mit der schnellen Produktverfügbarkeit und der Überprüfung vor Ort zu verbinden. Händler sollten diese Vorteile kommunizieren", so Sascha Vökler, geschäftsführender Gesellschafter von LEET Innovation. Wie der Service idealerweise ausgestaltet sein sollte, unterscheidet sich je nach Branche. Branchenübergreifend sind den Konsumenten aber vor allem die versandkostenfreie Lieferung ab Mindestbestellwert sowie die Übergabe der Ware in Originalverpackung am wichtigsten.

Für die Studie "Cross-Channel im Umbruch – Das Informations- und Kaufverhalten der Konsumenten Vol. 7" des ECC Köln und hybris software wurde im Februar 2015 eine Online-Befragung in Deutschland, Österreich und der Schweiz durchgeführt. Um das zukünftige Konsumentenverhalten besser voraussagen zu können, wurden darüber hinaus 502 deutsche Smart Natives befragt (Personen bis 25 Jahren, die täglich online sind und ihr Smartphone intensiv nutzen).

Die Studie kann über den Online-Shop des IFH Köln bestellt werden, eine Management Summary ist auf der Website von hybris verfügbar. (pi/rnf)

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