Social Media: Großzügiges Schummeln bei Games Social Media: Großzügiges Schummeln bei Games - Computerwelt

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30.09.2015 pte

Social Media: Großzügiges Schummeln bei Games

Das Schummeln und Schwindeln in Online- und Computerspielen hat eine lange Tradition - und ist vor allem in sozialen Netzwerken präsent. Das haben zwei Forscherinnen der kanadischen Concordia University in einer Studie herausgefunden. Mia Consalvo und Irene Serrano Vázquez befragten dazu 151 Social-Media-Gamer.

© Mihai Simonia - Fotolia.com

"Spieler schummeln, um zu zeigen, dass sie es können - und weil es das Spiel interessanter macht und sie einen Vorsprung gegenüber den anderen erreichen. Wenn es möglich ist, zu schummeln, wird das auch ausgenutzt", erklärt Games-Experte Hans Solar im Gespräch mit dem Nachrichtenportal pressetext. Ein Großteil der Befragten gab zu, schon einmal geschummelt zu haben - sei es, um Freunden und Familie zu helfen (65 Prozent) oder das Anfreunden mit Unbekannten, um mehr soziale Unterstützung zu bekommen (53,9 Prozent).

Diese Arten zu schummeln, werden von den Social-Media-Gamern auch toleriert - gegen technologisch effektivere Schwindel-Maßnahmen wehren sie sich aber. Das Verwenden von Codes oder externen Programmen, um den Spielstand in die Höhe zu treiben, wird von den Befragten stark abgelehnt. Auch das Einloggen in einen fremden Account, um das eigene Spiel zu unterstützen, lehnen 50 Prozent der Befragten ab. Und, so Consalvo: "Sie glauben, dass Social-Media-Spiele keine 'echten' Spiele sind und es deswegen gar kein Schummeln gibt."

"Das Klientel von Computer- und Konsolenspielen beziehungsweise Social-Media-Spielen ist ein ganz anderes. Bei Spielen wie FarmVille ist der Erfolgsdruck nicht so hoch wie zum Beispiel bei Spielen wie World of Warcraft - bei Letzteren will man eher als Person wahrgenommen werden, es gibt auch eine gewisse Etikette, an die man sich halten muss. Bei Social Media ist es völlig egal, was man tut, es gibt da keinen Zusammenhalt in der Gruppe", erklärt Solar.

Als nächstes wollen die Forscherinnen herausfinden, ob es einen Unterschied macht, ob User mit ihrer wahren Identität ins Spiel gehen. "Im Prinzip ist es immer ein Avatar, egal ob man mit seinem echten Namen registriert ist oder nicht - wichtiger ist da der Spielcharakter, also wie sich der User im Spiel verhält", meint Solar abschließend. (pte)

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