Alternative Open Source: "Kunden zahlen, weil sie keine Wahl haben" Alternative Open Source: "Kunden zahlen, weil sie keine Wahl haben" - Computerwelt

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20.10.2015 pi/Rudolf Felser

Alternative Open Source: "Kunden zahlen, weil sie keine Wahl haben"

Laut Peter Lipp, Sales Manager von it-novum, sehen heimische Unternehmen Open Source zunehmend als Alternative.

Peter Lipp, Sales Manager it-novum Österreich

Peter Lipp, Sales Manager it-novum Österreich

© it-novum

Peter Lipp hat mehr als 20 Jahre Erfahrung in der IT-Branche. Bei dem Open Source-Spezialist it-novum betreut er als Leiter der Wiener Geschäftsstelle große Mittelstandskunden und Großunternehmen im österreichischen Markt. Im Interview spricht er über Argumente für den Einsatz von Open Source sowie die Entwicklung des Themas in Österreich.

Wie entwickelt sich der Open Source Markt in Österreich aktuell? Welche Entwicklungen sind maßgeblich? Welche Themen und Trends bestimmen den Markt?
Im Infrastrukturbereich ist Open Source etabliert. Open Source fasst mittlerweile auch im Business-Applikationsbereich mehr und mehr Fuß. Hier schätzen Kunden vor allem die Flexibilität und die Unabhängigkeit von großen Herstellern. Sehr starke Nachfrage und Bedarf sehen wir aktuell im Bereich Business Intelligence & Big Data sowie im Bereich Enterprise Content Management. Sehr viel Potenzial sehen wir auch bei OpenStack, IT-Servicemanagement und Monitoring.

Weshalb setzen die österreichischen Unternehmen verstärkt auf Open Source?
Wir sehen drei Gründe, warum Unternehmen Open Source-Projekte machen:
a. Die Kosten. Je größer das Unternehmen, desto mehr zahlt es sich aus.
b. Minimierung der Abhängigkeit von traditionellen Closed Source Anbietern. Ständig steigende Wartungskosten sind vielen Kunden ein Dorn im Auge. Kunden zahlen, weil sie keine andere Wahl haben. Das hat viele dazu bewogen, sich zu fragen, ob Open Source nicht eine Alternative ist, Bereiche wie BI, ECM, ITSM mit Alternativen zu betreiben.
c. Flexibilität und Integrationsfähigkeit. Die IT muss heute vor allem Prozesse enablen und unterstützen. Die Prozesse sind aber nicht in einem System abbildbar, sondern zwischen Menschen und Systemen. Die Analysten sagen, dass kein Großunternehmen um das Thema Open Source herumkommt, zumindest in einzelnen Anwendungsgebieten.

Wie unterstützt it-novum die Unternehmen bei diesen Schwerpunkten?
it-novum unterstützt mit dem kompletten Stack an Services, beginnend von der Analyse, über die Konzeption bis hin zum Doing und zur Unterstützung beim Betrieb. Dies alles auf Basis von Best Practices/Best of Breed. Wir verknüpfen die klassischen Closed Source Systeme mit Open Source. Die eingesetzten Lösungen bieten dabei höchste Flexibilität und Produktintegrationsfähigkeit zu niedrigen Kosten und mit geringer Einführungsdauer.

Welche Entwicklungen, Trends sind für 2016 zu erwarten? Welche sind die Wachstumsbereiche?
Big Data und BI sind sicherlich Hypes zurzeit; hier sehen wir auch einen starken Wachstumsbereich für 2016. Wir unterstreichen dies auch durch unsere Präsenz bei verschiedenen Fachevents, wie z.B. dem LSZ BI Day und dem ÖCI-BARC Tag.
Aber auch im Bereich Enterprise Content Management bzw. Dokumentenmanagement erwarten wir ein starkes Wachstum vor dem Hintergrund der genannten Gründe.
Nicht zuletzt sehen wir enormes Potential rund um OpenStack und Storage-Lösungen, hier fragen Unternehmen aktuell sehr stark nach.

Welche Schwerpunkte setzt it-novum für 2016? Welche Ziele sollen 2016 erreicht werden?
Wir setzen weiterhin auf Wachstum. Wir konnten 2015 namhafte Kunden gewinnen und möchten diese Referenzen als Basis für weiteres Wachstum nutzen. Ziel ist es, it-novum noch bekannter zu machen und neue Kunden zu gewinnen sowie it-novum als DEN Open Source Dienstleister in Österreich zu etablieren.

Das Interview wurde vom Unternehmen zur Verfügung gestellt.

Peter Lipp

Peter Lipp leitet die Geschäftsstelle von it-novum in Wien, nachdem er verschiedene leitende Vertriebspositionen bei internationalen Softwareherstellern sowie österreichischen IT-Unternehmen bekleidete.

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