Lahmes Web: Frustrierter Kunde baut Twitter-Bot Lahmes Web: Frustrierter Kunde baut Twitter-Bot - Computerwelt

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02.02.2016 pte

Lahmes Web: Frustrierter Kunde baut Twitter-Bot

Ein Kunde des US-Kabelnetzbetreibers Comcast hat aufgrund schwankender Datenraten einen Raspberry-Pi-betriebenen Twitter-Bot gebaut, der dem Unternehmen automatisch twittert, wenn diese unter 50 Megabit pro Sekunde (MB/s) fällt. Dabei handelt es sich um ein Drittel der im Vertrag zugesicherten Übertragungsrate von 150 MB/s. Persönlich hat sich "AlekseyP" bis dato noch nicht an das Unternehmen gewandt.

Raspberry Pi mahnt Kabelnetzbetreiber vollautomatisch.

Raspberry Pi mahnt Kabelnetzbetreiber vollautomatisch.

© Rudolf Felser

Jeder sollte die vertraglich vereinbarte Übertragungsrate erhalten, nicht nur jene Verbraucher, die ihre Stimmen erheben, ist AlekseyP überzeugt. Obwohl Anbieter ohne Vorlage einer formellen Beschwerde meistens untätig bleiben, können Initiativen wie diese unter Umständen dazu beitragen, dass Internetfirmen Probleme der Dienstleistungsqualität ernst nehmen, statt diese zu ignorieren.

"Die von Providern angeführten Geschwindigkeiten sind in beinahe allen Fällen 'Up-to'-Geschwindigkeiten. Diese werden in der Regel erreicht, es kann jedoch sein, dass in Folge der Netzauslastung die tatsächliche Geschwindigkeit unter die Maximal-Geschwindigkeit absinkt", schildert Maximilian Schubert, Generalsekretär der Internet Service Providers Austria, im Gespräch mit dem Nachrichtenportal pressetext.

Dem österreichischen Branchenkenner nach befindet sich die Alpenrepublik im Gegensatz zu den USA in der Position, dass es regen Wettbewerb auf dem Internet-Zugangsmarkt gibt und Verbraucher in der Regel aus einer großen Anzahl an Providern wählen können. Auch sei Kunden die Auswahl zwischen Mobilfunk, Richtfunk, Festnetz, Koaxialkabel sowie Glasfaseranbindung möglich.

"In den USA gibt es in vielen Gebieten wenig bis gar keinen Wettbewerb oder die Möglichkeit, zwischen Anbietern zu wählen. Insofern haben wir hier in Österreich einen klaren Vorteil", führt Schubert aus. Nutzer würden oftmals die baulichen Gegebenheiten unterschätzen - Wände aus Stahlbeton beziehungsweise die Anzahl anderer WLAN-Netze im Umfeld, die einen Einfluss auf die tatsächliche Bandbreite haben. "In den USA wird zum Teil mehr mit Holz gebaut, weshalb dies dort vermutlich ein kleineres Problem darstellt", erläutert der Spezialist. (pte)

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