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29.03.2016 Rudolf Felser/pi

Umfrage: Jeder dritte deutsche Händler ignoriert Mobile Shopping

Im Zuge der Messe für Handelstechnologien EuroCIS 2016 in Düsseldorf ermittelte godesys den Status quo der digitalen Transformation im Handel.

© godesys

Die Digitalisierung scheint im Bewusstsein deutscher Händler verankert zu sein: 72 Prozent der Befragten gaben an, dass sie sich gut oder sehr gut auf die Digitalisierung vorbereitet fühlen. Lediglich zwei Prozent bewerten ihre eigenen Vorkehrungen als mangelhaft oder ungenügend. Auffällig ist die allgemeine positive Grundhaltung der Teilnehmer: 75 Prozent sehen in der Digitalisierung eine Chance für ihr Geschäft. Das verbleibende Viertel betrachtet sie eher als Herausforderung.

Die Umfrage hat außerdem ergeben, dass die Verflechtung von Verkaufskanälen im Handel bereits weit fortgeschritten ist. 79 Prozent bejahten die Frage, ob sie verschiedene Kanäle wie Webshop, Filialgeschäft, Versandhandel und den mobilen Handel bereits heute miteinander verzahnen. Weitere zehn Prozent gaben an, entsprechende Aktivitäten für die Zukunft zu planen. Enormes Entwicklungspotenzial besteht derweil beim Mobile Shopping. Der Themenkomplex steht bei vielen Unternehmen nicht auf der Agenda. Fast ein Drittel der Befragten hat bislang keine Strategie für mobiles Zahlen, mobile Coupons, mobile Apps & Co. entwickelt.

ERWARTUNGEN AN HÄNDLER

Befragt nach konkreten IT-Projekten, die mittelfristig im Fokus der Unternehmen stehen, ergab sich ein diversifiziertes Bild: Die Anschaffung neuer Kassenhardware (24 Prozent), neuer Kassensoftware (23 Prozent) und eines neuen Warenwirtschaftssystems (18 Prozent) haben im Handel zurzeit Top-Priorität. Doch auch WLAN-Infrastruktur, Digital Signage und die Integration des Filialsystems sind Themen, mit denen sich deutsche Handelsunternehmen beschäftigen.

godesys bot in der Befragung auch Raum für kritische Betrachtungen. So sollten die EuroCIS-Besucher beurteilen, in welchem Bereich sich der Handel am dringendsten verbessern müsse. Das Ergebnis: Rund jeder Dritte ist unzufrieden mit der Qualität des Servicepersonals (34 Prozent) und der Bereitstellung unterschiedlicher Verkaufskanäle wie etwa Webshop, Filiale oder Mobile Shopping (32 Prozent).

"Die Ergebnisse unserer Umfrage machen deutlich, dass Handelsunternehmen die Herausforderungen der Digitalisierung größtenteils proaktiv angehen", erläutert Godelef Kühl, Gründer und Vorstandsvorsitzender der godesys AG. "Das Thema steht weit oben auf der Agenda unternehmerischer Planung. Insofern sind die Ergebnisse für uns ein zusätzlicher Ansporn, unsere agilen ERP-Lösungen mit Blick auf den Handel konsequent weiterzuentwickeln und die speziellen IT-Anforderungen der Branche lückenlos zu erfüllen." (pi/rnf)

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