Chrome: Google will alle Flash-Inhalte blockieren Chrome: Google will alle Flash-Inhalte blockieren - Computerwelt

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17.05.2016 Panagiotis Kolokythas*

Chrome: Google will alle Flash-Inhalte blockieren

Google könnte ab dem vierten Quartal 2016 in Chrome die Anzeige aller Flash-Inhalte blockieren. Es gibt aber auch Ausnahmen.

© CC0 Public Domain - pixabay.com

Google hat den Plan "HTML5 by Default" vorgestellt, laut dem ab dem vierten Quartal die Anzeige aller Flash-Inhalte im Chrome-Browser blockiert werden sollen. Google Chrome wird dann zwar auch weiterhin mit dem Flash-Plugin ausgeliefert, allerdings will Google darauf verzichten, auf seine Existenz besonders hinzuweisen. Google weist darauf hin, dass es sich bei dem Plan derzeit noch um einen Vorschlag handle, der in den kommenden Wochen und Monaten bis zur Umsetzung noch mit genaueren Details erweitert werden soll.

Der Plan sieht vor, dass Websites, die ihre Inhalte auch in HTML5 anbieten, standardmäßig künftig im Chrome-Browser in HTML5 angezeigt werden. Bei Websites, die Flash einsetzen, soll dagegen beim ersten Aufruf in Chrome zunächst ganz oben auf der Website ein entsprechender Hinweis erscheinen. In diesem Hinweis soll der Anwender dazu aufgefordert werden, der Website die Nutzung des Flash Players zu erlauben. Drückt der Nutzer den "Ok"-Button, dann wir die Seite mit aktiviertem Flash-Plugin neu geladen.

Es soll aber auch in der Übergangsphase Ausnahmen für besonders populäre Websites geben, die derzeit noch auf Flash setzen. So soll Chrome in den ersten 12 Monaten mit einer Whitelist ausgeliefert werden, die zehn beliebtesten Seiten der Nutzer enthält, die Flash verwenden. Dazu sollen etwa Youtube.com, Facebook.com und Amazon.com zählen. Beim Aufruf dieser Seiten erscheint dann beim ersten Aufruf kein Flash-Warnhinweis.

Im Februar hatte Google angekündigt, ab dem 30. Juni 2016 keine Flash-Werbung mehr in seinen Werbenetzwerken akzeptieren zu wollen. Die Auslieferung noch vor diesem Stichtag durchgewunkener Anzeigen kann bis maximal zum 2. Januar 2017 erfolgen. Hersteller Adobe hat im Dezember 2015 eingeräumt, dass HTML5 die Zukunft gehört. Mit einem Programm namens Animate CC will das Unternehmen die Entwicklung von HTML5- und Flash-Inhalten ermöglichen.

* Panagiotis Kolokythas ist Redakteur der PC-Welt.

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