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22.08.2016 pi/kdl

Österreich im Wandel der Digitalisierung

Das WIFO (Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung) hat im Auftrag von A1 eine umfassende Studie zur Digitalisierung in Österreich erstellt.

V.l.n.r.: Karl Aiginger (WIFO Chef), Margarete Schramböck (A1 CEO), Michael Peneder (WIFO Studienautor)

V.l.n.r.: Karl Aiginger (WIFO Chef), Margarete Schramböck (A1 CEO), Michael Peneder (WIFO Studienautor)

© A1/APA-Fotoservice/Juhasz

Das WIFO (Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung) hat im Auftrag von A1 eine umfassende Studie zur Digitalisierung in Österreich erstellt. Die Digitalisierung erfasst immer mehr Bereiche der Produktion von Gütern und Dienstleistungen ebenso wie das Alltagsverhalten der Bevölkerung. Das technologische Fundament und Rückgrat bilden die Breitbandnetze. Deswegen habe, so Studieninitiatoren und A1-Geschäftsführerin Margarete Schramböck A1 als Telekommunikations- und IT-Unternehmen Verantwortung für den Standort Österreich, denn die Digitalisierung Österreichs sei ein wichtiger Wettbewerbsfaktor. Schramböck: "Unsere Investitionen in den Netzausbau und Internetzugang stärken die Lebensadern der Wirtschaft, sie helfen dem Standort Österreich wieder vorne mitspielen zu können und treiben die Digitalisierung im Land voran."

Wandel wird kurzfristig über- und langfristig unterschätzt
Aufgrund von euphorischen Erwartungen in neue technische Möglichkeiten - ebenso wie der Angst davor - werden die kurzfristigen Auswirkungen des technologischen Wandels jedoch häufig überschätzt und die langfristigen Wirkungen unterschätzt. Dennoch ist klar, dass sich aufgrund der Digitalisierung die gesamte Arbeitswelt verändern wird. WIFO-Chef Karl Aiginger meint dazu: "Die Digitalisierung verändert das Arbeitsleben. Sie bringt neue soziale Herausforderungen und kann umgekehrt helfen, langfristige gesellschaftliche Probleme zu lösen und die Wohlfahrt zu erhöhen. Diese Veränderungen werden zwar kräftig sein, finden aber nicht abrupt von heute auf morgen statt und sind daher auch gestaltbar." Der Studienautor Michael Peneder, WIFO Experte für Industrieökonomie und Innovation, ergänzt: "Ein Beispiel ist der Wandel im Arbeitsleben von Routine-Tätigkeiten hin zu mehr analytischem und interaktivem Arbeiten. Dieser führt dazu, dass die Unternehmen neue und größere Anforderungen an die Qualifikation und Kompetenzen der Arbeitskräfte stellen und fordert gleichzeitig das Bildungssystem, diese auf die Veränderungen vorzubereiten."

Hohe IKT-Intensität sichert Standort und schafft Jobs
Insgesamt zeigt sich, dass eine höhere IKT-Intensität der Wirtschaft im Allgemeinen zu einem höheren Beschäftigungswachstum führt. Schätzungen zufolge ergibt der Anstieg des Beschäftigungsanteils IKT-intensiver Sektoren um einen Prozentpunkt ein zusätzliches regionales Beschäftigungswachstum von 0,3 bis 0,4 Prozentpunkten. Ein interessantes Detail aus der Studie ist der Zusammenhang, dass jene Bundesländer, die die höchsten Produktivitätsniveaus aufweisen, nämlich Wien, Salzburg und Vorarlberg, sich auch durch die höchsten Internetnutzungs- und Online-Shopping-Raten bei den privaten Haushalten auszeichnen.

"Breitbandausbau schafft Wachstum und Arbeitsplätze und sichert die wirtschaftliche Attraktivität, auch im ländlichen Raum. Konkret geht es dabei um die heimischen Betriebe, ihre Standortsicherung und ihre Vernetzung mit der Welt. Die Bevölkerung profitiert von neuen Chancen bei Bildung und Forschung. Denn wir müssen nicht nur die Netze fit für die Digitalisierung machen, sondern auch die Menschen", fasst Schramböck abschließend zusammen.

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