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Verbraucher fürchten sich am meisten vor Hacks ihrer Finanzdaten

Eine Centrify Studie zeigt, dass Verbraucher sich mehr vor Hacks ihrer Finanzdaten als vor Hacks privater Informationen über ihre Familien fürchten.

Die Studie belegt, dass Kunden häufiger über Nachrichtenmedien und Social-Media-Portale von Sicherheitsvorfällen erfahren als von den gehackten Unternehmen, die über ihre Daten verfügen.

Die Studie belegt, dass Kunden häufiger über Nachrichtenmedien und Social-Media-Portale von Sicherheitsvorfällen erfahren als von den gehackten Unternehmen, die über ihre Daten verfügen.

© Fotolia / ra2 studio

Centrify, Anbieter von Lösungen zur Absicherung von digitalen Identitäten vor Cyber-Angriffen, hat die Ergebnisse seiner Consumer Trust Studie 2016 bekannt gegeben. Demnach fürchten die Befragten vor allem Hacks ihrer Kreditkarten- oder Bankinformationen fürchten. Für 78 Prozent der deutschen und ebenso viele Befragte aus den USA ist dies eine ihrer größten Befürchtung. In Großbritannien liegt der Wert mit 85 Prozent sogar noch höher. Für die Studie wurden insgesamt 2.400 Teilnehmer aus Deutschland, den USA und Großbritannien befragt.

Laut der Studie lösen mögliche Hacks von polizeilichem Führungszeugnis, dem Browser-Verlauf und Dating-Profil-Informationen am wenigsten Sorgen bei den Befragten aus. Dies liegt wahrscheinlich vor allem daran, dass viele Personen diese Informationen nicht als peinlich erachten. Die Studie fand zudem heraus, dass im Fall eines erfolgten Hacks die Kunden dies nicht immer direkt von den angegriffenen Unternehmen oder Organisationen erfahren, die über ihre Daten verfügen.

Nachlässigkeit bei Passwörtern
Nahezu die Hälfte der Befragten in allen drei Ländern gab an, dass sie über Nachrichten von den Hacks erfahren haben. Bei jungen Erwachsenen hingegen ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass sie via Social-Media-Portalen davon hören. Zusätzlich zeigte sich, dass trotz des zunehmenden medialen Fokus auf spektakuläre Hacks der Umgang mit Passwörtern bei den meisten Befragten bestenfalls nachlässig ist. Sie wenden keine adäquaten Vorsichtsmaßnahmen an, um ihre persönlichen Informationen zu schützen. Erschreckenderweise wechselt ein Drittel der Deutschen und Briten sowie ein Viertel der Amerikaner ihre Passwörter nur einmal im Jahr, seltener oder nie. 23 Prozent der deutschen Befragten ändern ihre Passwörter mindestens einmal im Monat.

Das geringe Änderungsfrequenz von Passwörtern ist vor allem deshalb alarmierend, weil Verbraucher immer anfälliger für Hacker-Attacken werden. 60 Prozent aller Deutschen tätigen alle oder einen großen Teil ihrer Bankgeschäfte online. Die Studie fand aber auch heraus, dass zwei Gruppen häufiger regelmäßig ihre Passwörter ändern: Diejenigen, deren persönliche Informationen in der Vergangenheit gehackt wurden und die, die viel online einkaufen.

Zudem sind die Kunden durchaus gewillt, Zeit für Sicherheitsmaßnahmen zu investieren, wenn sie mehr Sicherheit zur Folge haben. Mehr als die Hälfte der deutschen Befragten würden durchaus zehn Minuten oder mehr für Sicherheitsvorkehrungen aufbringen. Über die Hälfte der Befragten wählten eine Identifikation mit Fingerabdruck als eine Sicherheitsmaßnahme, die sie nutzen würden. Einen alphanumerischen Code, eine 4-stellige PIN und Stimmerkennung folgen dahinter. Zudem zeigte die Studie auf, dass die Befragten weniger Vertrauen haben in ein grafisches Passwort, GPS Locator und die Möglichkeit, Daten via Fernzugriff zu löschen.

"Verbraucher können es sich nicht länger erlauben, ihre Informationen Risiken auszusetzen", sagt Tom Kemp, CEO von Centrify. "Um sich selbst und ihre persönlichen Daten zu schützen, müssen Kunden verschiedene Vorsichtsmaßnahmen ergreifen, wie die Überwachung ihrer Bankkonten und regelmäßige Passwortänderungen. Darüber hinaus sollten sie Transaktionen nur mit Unternehmen durchführen, die moderne Sicherheitsvorkehrungen wie Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) anbieten. MFA ermöglicht zusätzliche Sicherheitsstufen, die vor der häufigsten Ursache von Datenlecks schützen – nämlich schwachen Passwörtern."

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