Beleglose Supply Chain im Gesundheitswesen Beleglose Supply Chain im Gesundheitswesen - Computerwelt

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10.10.2016 Klaus Lorbeer/pi

Beleglose Supply Chain im Gesundheitswesen

Am "GS1 Healthcare Day 2016" wurde einmal mehr das Potenzial von EDI aufgezeigt.

GS1 Healthcare Day 2016: EDI birgt Potenzial unstrukturierter Daten – auch in der Gesundheitsbranche.

GS1 Healthcare Day 2016: EDI birgt Potenzial unstrukturierter Daten – auch in der Gesundheitsbranche.

© GS1

"Wir sitzen auf einem riesigen Datenberg und können nichts daraus machen. Es bedarf einer intelligenten Infrastruktur und noch mehr Technologie, um diese Daten auch wirklich nutzen zu können", beschreibt Stephan Sigrist, Gründer und Leiter von W.I.R.E,die "Zukunft des Gesundheitswesens". Er eröffnete mit seinem Vortrag den Ende September veranstalteten "GS1 Healthcare Day", der heuer ganz unter dem Motto "Identifikation als Heilmittel" stand.

Dieses Potenzial, das Sigrist in der großen Menge derzeit noch unstrukturierter Daten sieht, haben einige Unternehmen der Gesundheitsbranche bereits für sich erkannt. Der technische Schlüssel dazu heißt "Elektronischer Datenaustausch" (kurz EDI) und ermöglicht in den komplexen Prozessen der Pharmaindustrie eine Effizienzsteigerung und ein enormes Einsparungspotenzial.

So zeigt sich beispielsweise der Apotheken-Großhändler Herba Chemosan besonders innovativ und tauscht neben Bestellungen (ORDERS) auch weitere Geschäftsdokumente wie Bestellbestätigung (ORDRSP), elektronisches Lieferavis (DESADV) und Rechnung (INVOIC) zwischen Partnern über die EDI-Plattform eXite aus. 

Wie diese beleglose Supply-Chain in der Praxis funktioniert, erläuterte Artur Pokorny, Head of Supply Chain Processes bei der Herba Chemosan Apotheker-AG ebenfalls am diesjährigen Healthcare Day: "Es geht darum, Prozesse schneller und besser zu machen. Wenn einmal ein einheitlicher Standard etabliert wurde, gilt er für alle Lieferanten." 

Pfizer ist einer dieser Lieferanten, die nach erfolgreicher Anbindung ihre Daten elektronisch zur Verfügung stellten. "Durch die Automatisierung von Prozessen, konnten bei uns Ressourcen gewonnen werden, die nun - beispielweise im Bereich Customer Care - qualitativ besser eingesetzt werden können", zeigte Markus Edelbacher, Head of Logistics, Costumer Service und Trade bei der Pfizer Corporation Austria GmbH am Healthcare Day 2016 einen der großen Vorteile seit der Umstellung auf EDI auf. 

Der EDI-Anbieter EDITEL hat beide Unternehmen bei dieser Prozessoptimierung begleitet und in einer gemeinsamen Arbeitsgruppe einheitliche Standards für die Gesundheitsbranche definiert. So ist auch Christoph Stenech, Senior Sales Consultant bei EDITEL Austria überzeugt, dass nur Branchenlösungen zielführend sind. Man wolle, so Stenech, 30 Jahre EDI-Erfahrung aus der Lebensmittelbranche auch in andere Branchen tragen und diese von Anfang bei der Umsetzung zu unterstützen.

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