Resilienz durch Innovation oder zurück auf die Bäume? Resilienz durch Innovation oder zurück auf die Bäume? - Computerwelt

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07.11.2016 Klaus Lorbeer/pi

Resilienz durch Innovation oder zurück auf die Bäume?

Was passiert mit unserer modernen Zivilisation bei einem kompletten Stromausfall? Können wir uns durch neue Technologien und Vernetzungsstrategien schützen?

Die Plattform Innovative Gebäude diskutierte die Folgen eines länger andauernden Stromausfalls.

Die Plattform Innovative Gebäude diskutierte die Folgen eines länger andauernden Stromausfalls.

© innovative gebäude

Am 3. November organisierte die Plattform "Innovative Gebäude" unter der Schirmherrschaft des BMVIT in Wien einen halbtägigen Kongress zum Thema "Blackout - Resilienz durch Innovation?" Das Szenario eines länger andauernden Stromausfalles in Österreich bzw. Europa wurde diskutiert. Die unmittelbaren Auswirkungen auf ein Gesellschaftssystem, das mittlerweise nicht nur von Stromerzeugung, sondern immer mehr auch von Verteilung, Speicherung, Automatisierung und Datenmanagement abhängt, sind bezeichnend.

Eine Expertenrunde befasste sich mit den Auswirkungen und Lösungsmöglichkeiten: Herbert Saurugg ist Fachmann für Katastrophenszenarien und berät Gemeinden, wie man sich rüsten kann (sein Vortrag war sicher für Menschen mit IT-Hintergrund am Interessantesten). Michael Kernitzkyi von Joanneum Research berichtete über modernste Kartierungsprojekte - Gebäude sollen Klimawandel und Katastrophen trotzen können. Wolfgang Kromp warnt vor Reaktorkernschmelzen und betont, dass im Katastrophenfall nach wenigen Tagen sehr "menschliche" Überlebensstrategien überhand nehmen (Stichwort: in der Paniksituation ist sich jeder selbst der Nächste, was Auswirkungen auf die Tatkraft der Behörden hat).

Kann demnach Dezentralisierung und Organisation die Versorgung sicherer machen? Bürgersolarkraftwärke boomen in Kärnten, einem Land, das sich seit längerem intensiv damit auseinandersetzt, seine Bürger unabhängig zu machen (Michael Jainds, Kärnten-Solar). Und im bebauten Gebiet gilt es, aus modernen Fassaden eine vielseitige Performance herauszuholen (Johann Aschauer, gap3).

Mit dem Stichwort BIM2FIM legt Alfred Waschl als langjähriger Experte in Sachen Facility Management eine Brücke in die Zukunft, um Gebäude, Quartiere, Datenaustausch und somit Menschen, resilienter werden zu lassen. Tipp für jedermann: Wasservorräte, Nahrung und Kerzen für sieben Tage vorhalten!

Die einzelnen Vorträge können hier Nachgelsen werden. 

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