Microsoft-Studie zum Thema "falscher Support" Microsoft-Studie zum Thema "falscher Support" - Computerwelt

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08.11.2016 Klaus Lorbeer/pi

Microsoft-Studie zum Thema "falscher Support"

Eine Studie der Digital Crime Unit von Microsoft ergab: Zwei von drei Anwendern erleben Betrugsversuche durch falschen Support.

Sowohl jüngere als auch ältere Computer-User gehen den Betrügern auf den Leim.

Sowohl jüngere als auch ältere Computer-User gehen den Betrügern auf den Leim.

© Microsoft

In letzter Zeit kommt es vermehrt zu betrügerischen Kontaktversuchen per Telefon, via E-Mail oder über Webseiten und Pop-ups. Die Betrüger geben sich als technische Support-Mitarbeiter aus, verfolgen aber ausschließlich das Ziel, mobile Endgeräte und Rechner mit Schadsoftware zu infizieren und persönliche Daten von Nutzern für betrügerische Zwecke abzuschöpfen. 

Eine aktuelle Studie der Digital Crime Unit von Microsoft (ja, die gibt es wirklich) weist aus, dass zwei von drei Anwendern weltweit in den vergangenen Jahren Betrugsversuche durch einen vermeintlichen technischen Kundendienst erlebt haben. Im deutschsprachigen Raum liegt dieser Anteil bei 51 Prozent. Weltweit immerhin jeder Fünfte (20 Prozent) hat auf die betrügerische Kontaktaufnahme reagiert - mit dem Download von Software, dem Besuch einer verseuchten Webseite, dem Übermitteln von Kreditkartendaten oder der Freischaltung des Zugangs zum eigenen Rechner. In Österreich liegt dieser Anteil bei nur sieben Prozent.

Die wichtigsten Studienergebnisse

  • 1 von 5 Befragten führten infolge eines Telefonbetrugs eine Aktion durch: Diese Personen haben Software heruntergeladen, eine gefälschte Website aufgerufen, Betrügern den Fernzugriff auf ihr Gerät gestattet oder Kreditkarteninformationen o.ä. preisgegeben.
  • Nahezu 1 von 10 Personen erlitten infolge eines Anrufs eines vermeintlichen technischen Kundendienstes einen finanziellen Verlust.
  • 17 Prozent der Personen, die auf einen Telefonbetrug hereingefallen waren und eine Aktion durchführten waren über 55 Jahre und 34 Prozent zwischen 36 und 54 Jahren.
  • 50 Prozent der Personen, die infolge infolge eines Telefonbetrugs eine Aktion durchführten, waren Millenials, die heute zwischen 18 und 34 jähre sind.

Was ist zu tun?
Wer einen Anruf von einem vermeintlichen Microsoft-Mitarbeiter erhält, dem gibt Microsoft folgende Empfehlungen mit auf den Weg:

  • Kaufen Sie keine Software oder irgendeinen "Service" über das Telefon
  • Gestatten Sie keiner fremden Person die Herrschaft über Ihren Computer, es sei denn, Sie sind in der Lage zu verifizieren, dass es sich um einen rechtmäßigen Vertreter eines Computer-Support-Teams der Firma handelt, bei der Sie Kunde sind
  • Fragen Sie, ob durch den "Service" Kosten entstehen, eine Gebühr fällig oder der Abschluss eines Abos erforderlich ist. Ist dies der Fall, am besten sofort auflegen
  • Notieren Sie die Daten des Anrufers und leiten Sie diese umgehend an die zuständigen Behörden weiter

 

 

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