Die häufigsten Gründe für Netzwerk-Äusfälle Die häufigsten Gründe für Netzwerk-Äusfälle - Computerwelt

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21.11.2016 Ann Bednarz *)

Die häufigsten Gründe für Netzwerk-Äusfälle

Eine Amerikanische Studie malt ein etwas trostloses Bild der Leistung von Netzwerken. Ausfälle sind häufig, und es vergehen Stunden, bevor ein Problem gemeldet und gelöst wird. Schutzmaßnahmen sind manuell und fehleranfällig. Nur 20 Prozent der Netzwerke entsprechen tatsächlich ihren Compliance Anforderungen.

Haupt-Probleme: Menschliches Versagen, Änderungen ohne Test, Manuelle Abhängigkeit

Haupt-Probleme mit Netzwerken: Menschliches Versagen, Änderungen ohne Test, Manuelle Abhängigkeit

© Pixabay

Quelle der Daten ist eine Umfrage von 315 Netzwerkprofis bei mittelständischen und großen Unternehmen. Sponsor ist Veriflow, ein Software-Unternehmen aus San José, welches das Risiko von Netzwerk-Schwachstellen und Ausfällen zu minimieren versucht. 

Das menschliche Element

Fast alle Befragten (97 Prozent) waren sich einig, dass menschliches Versagen Ursache für Netzwerkausfälle ist. Wie viel genau variiert jedoch: Rund die Hälfte (52 Prozent) meinte, dass menschliche Fehler zu wenig Netzausfällen führen. Für andere Befragte ist die menschliche Komponente Grund für häufige Netzwerkausfälle (25 Prozent), für die meisten Netzwerkausfälle (18 Prozent), oder gar alle Netzwerkausfälle (2 Prozent). Nur 3 Prozent waren davon überzeugt, alle Fehler finden zu können, bevor sie zu einem Ausfall führen.

Inkompatible Änderungen

Ein anderer wichtiger Grund für Ausfälle sind Änderungen im Netzwerk, die zuvor nicht korrekt ausgetestet wurden. Die Auswirkungen dazu variieren: 5 Prozent der Befragten gaben an, dass Änderungen im Netzwerk fast täglich zu einem Netzwerkausfall oder einer Leistungsproblematik führen. Für 7 Prozent passiert dies mehrmals pro Woche. Am anderen Ende der Ergebnisse meinten 2 Prozent, dass dies nie geschehe, und 7 Prozent nur "einmal alle paar Jahre". Die häufigste Antwort, die von 44 Prozent der Befragten genannt wird, ist, dass Netzwerkänderungen zu Ausfällen oder Leistungsproblemen "mehrmals im Jahr führen."

Manuelle Abhängigkeit

Wie stellen IT-Teams sicher, dass das Netzwerk nach einer Änderung noch ordnungsgemäß funktioniert? Unter den Befragten gaben 69 Prozent an, dass sie auf manuelle Prozesse angewiesen sind, wie ZB das Prüfen von Geräten über Command Line Interfaces, das Prüfen von Konfigurationen und das Durchführen von manuellen Traceroutes oder Pings.

Prädiktive Überwachung verbesserungswürdig

Wer hätte es gedacht: Veriflow sieht viel Raum für Verbesserung, wenn es um Netzwerk-Monitoring-Tools geht. Lediglich bei 6 Prozent der Befragten werden 90 bis 100 Prozent ihrer Netzwerk-Performance-Probleme und Ausfälle durch Netzwerk-Monitoring-Tools vorhergesagt. Bei weiteren 15 Prozent prognostizieren Tools immerhin 70 Prozent bis 90 Prozent der Netzwerk-Performance-Probleme und Ausfälle, und bei 13 Prozent zwischen 50 und 75 Prozent. Nur 5 Prozent der Befragten verfügen nicht über eine Netzwerk-Monitoring-Lösung.

Downtime

Wie lange dauert es im Schnitt, ein Netzwerkproblem zu finden und zu beheben, nachdem es gemeldet wurde?
Rund 21 Prozent der Befragten gaben an, dass sie durchschnittlich weniger als eine Stunde benötigen, um Netzwerkprobleme zu lösen. Für die anderen dauert dies länger (siehe Tabelle unten).

Rund 76 Prozent der Befragten gaben an, dass ihre Organisation Compliance Anforderungen erfüllen muss, um die Privatsphäre und die Sicherheit von Daten und Systemen zu gewährleisten. Viele Befragte zweifeln aber, ob dies auch wirklich immer der Fall ist: 56 Prozent waren dazu nur mäßig zuversichtlich; 19 Prozent sind etwas zuversichtlich. Aber 6 Prozent sind dazu gar nicht zuversichtlich. Nur 20 Prozent waren sehr zuversichtlich, dass ihr Netzwerk immer kompatibel mit den Anforderungen ist.

Netzwerksegmentierung

Ein weiteres Thema, bei denen die Befragten geteilter Meinung waren ist das Thema Netzwerk-Segmentierung. Bei der Frage, ob Netzsicherheit und die Segmentierung im gesamten Unternehmensnetzwerk ordnungsgemäß implementiert sind, sagten nur 59 Prozent Ja - und 41 Prozent nein.

*) Ann Bednarz ist Redakteurin der Network World.

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