Schlaganfall: Smarter Anzug überwacht Patienten Schlaganfall: Smarter Anzug überwacht Patienten - Computerwelt

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02.12.2016 pte

Schlaganfall: Smarter Anzug überwacht Patienten

Der Niederländer Bart Klaassen hat mit ein System entwickelt, das mithilfe von 41 in einem Anzug verbauten Sensoren überwacht, wie sich aus der Reha entlassene Patienten nach einem Schlaganfall zuhause bewegen.

Bart Klaassen führt seinen "Interaction" genannten Anzug selbst vor.

Bart Klaassen führt seinen "Interaction" genannten Anzug selbst vor.

© Universität Twente

Die Digitalisierung dringt in so gut wie alle Bereiche unseres Lebens vor, im Gesundheitswesen ist sie jedoch besonders hilfreich. "Es gibt schon lange einen großen Bedarf nach solchen Systemen, aber die Technologie war einfach noch nicht so weit", erklärt Bert Klaassen von der niederländischen Universität Trennte die Nachfrage nach Systemen, die die Gesundheit von Menschen nach einemSchlaganfall überwachen. "Das ändert sich jetzt aber sehr schnell dank raschen Entwicklungen in den Bereichen Batterien, Wearables und smarte E-Textilen sowie der Big-Data-Analyse," unterstreicht Klaassen den Nutzen von IoT für die Gesundheitsüberwachung.

Beweglichkeit wird getrackt
Die Sensoren nehmen an vielen verschiedenen Körperteilen Messungen vor, zum Beispiel messen sie die Muskelstärke oder wie sich die Muskeln am Rücken oder in der Hand dehnen und zusammenziehen sowie die Kraft, die sich auf die Fußsohlen überträgt. Mit einem Transmitter ausgestattet werden alle Daten sofort an die Server von der Universiteit Twente gesendet, wo sie ausgewertet werden. In einer User-zentrierten Vorgehensweise wurden auch die Testpersonen, die den Anzug über drei Monate hinweg trugen, miteinbezogen.

"Unser Projekt hat neue Technologien und Methoden geliefert, die verwendet werden können, um Menschen zuhause über längere Zeitspannen hinweg zu beobachten. Wir betreiben noch weitere Forschung, um eine endgültige Bestätigung zu bekommen, dass diese Methoden wirklich der ideale Weg sind, um die Rehabilitation zu überwachen", blickt Klaassen in die Zukunft.

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